Sanitäre Anlagen in den "Baracken" der Pestalozzischule

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Stadtbezirk: 
Vaihingen
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Thema: 
Schulen, Bildung
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

215
weniger gut: -115
gut: 215
Meine Stimme: keine
Platz: 
637
in: 
2013

Seit Jahren sind die Holzbaracken der Pestalozzischule, in denen vor allem Grundschüler untergebracht sind, in desolatem Zustand. Saniert wird nicht, weil gegebenenfalls Abriss ansteht. Abgerissen wird nicht, weil seit Jahren unklar ist, wie es weiter gehen soll. Die Entscheidung, Planung und Umsetzung Schulcampus wird sicherlich noch 10 Jahre Zeit verschlingen.

NIcht einmal die völlig maroden sanitären Anlagen werden einigermaßen modernisiert.

Ich schlage daher vor, die Baracken wenigstens im Sanitärbereich auf den heutigen Stand zu bringen (keine "Pinkelrinnen" mehr bei den Jungs, funktionierende WCs bei den Mädchen. Es muss ja nicht der modernste Stand sein, aber der Zustand derzeit ist unhaltbar.

Ich rege an, dass der Gemeinderat, bzw. Herr OB Kuhn sich die Zustände einmal persönlich vor Augen führt, um die Dringlichkeit zu erkennen.

Gemeinderat prüft: 
nein
Stellungnahmen und Beschlüsse
Umsetzung: 

Die Planung eines Interimsbaus als mittelfristiger Ersatz für die nicht mehr sanierungsfähigen Pavillongebäude der Pestalozzischule erfolgt auf Grundlage der Gemeinderatsdrucksache 253/2013. Die Fertigstellung dieses Interimsbaus ist für Frühjahr 2016 vorgesehen.

Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Für die Pestalozzischule (Campus Vaihingen) wurde der Kauf von 14 Klassenräumen, 1 Verwaltungsraum, 1 WC in Mobilbauweise mit Gesamtkosten von 7,25 Mio. EUR beschlossen.
Gemeinderat hat zugestimmt

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
481 (CDU), 593 (FDP), 649 (FW)
Bezirksbeiratshinweis: 

Der Vorschlag wird vom Bezirksbeirat Vaihingen befürwortet.

Kommentare

11 Kommentare lesen

Hiermit unterstütze ich diese Intitiative als betroffener Elternteil ausdrücklich! Und sollte Herr OB Kuhn sich nicht die Zeit nehmen, die Missstände in den Mitte des letzten Jahrhunderts entstandenen und nie modernisierten Pavillions mit verrosteten Wasserrohren und vermoderten Belägen selbst anzuschauen, hier noch kurz eine anschaulichere Zustandsbeschreibung: Anfänglich fehlende Klobrillen waren noch das kleinste Übel. Der Röhrenheizkoerper in der Jungentoilette ist unten schon durchgerostet und hat hoechstens noch ein paar Monate, bis er leckt und schlimmstenfalls unsere Kinder in Mitleidenschaft zieht. Die Geruchsbildung ist schlimmer als auf ungepflegten Parkplatz WCs und wird durch ständig geöffnete Fenster kaschiert. Die Pinkelrinnen haben mittlerweile Antikwert und ich stelle in Frage, dass sie den heutigen Hygienestandards genügen würden.
An den Wänden brökelt der Putz, die Mädchen WC's sind teilweise abgesperrt, weil sie nicht funktionstüchtig sind. Bei meinen Kindern rufen diese Zustände eine latente Verweigerungshaltung ab. Auch und gerade die von uns geschätzten Lehrkörper verdienen einen besseren Standard.
Wir fordern hier keine teure Modernisierung, jedoch ein Minimum an Instandhaltung!!!! Diese Zustände sind einer reichen Stadt wie Stuttgart nicht würdig!

Tatsächlich habe ich mich auch immer gefragt, warum die Behelfsbaracken hier Pavillions genannt werden;-)
Mir ist nicht klar, ob und wann in diesem neu entstehenden Schulzentrum etwas getan werden soll. Die Baracken sollten ja dringlich im Konjunkturpaket 2 saniert werden, aber das war aufgrund des Zustands nicht mehr möglich. Warum aber unsere Kinder hier dennoch unterrichtet werden sollen verstehe ich nicht.
Auch die angrenzenden Schulen (Hegel, Robert-Koch) weisen einen entsprechenden Investitionsstau auf und ich frage mich, ob das jetzt die nächsten 15 Jahre (Planung war doch 2030 und kann sicher noch dauern) so bleiben soll.

Nach einem "Besuch" in der Jungentoilette stellt sich nicht mehr die Frage ob etwas getan werden muss! Um der Sache Nachdruck zu verleihen sollte das Gesundheitsamt von der Schuldirektion eingeschaltet werden. Die Alternative, dass dies die Eltern tun ist für alle Beteiligten unangenehmer. Die Stadt Stuttgart wird die Zeche bezahlen müssen. Dies lässt sich auch besser vermarkten als Pressemitteilungen wie " Die anscheinend so kinderfreundliche Stadt Stuttgart betreibt wissendlich gesundheitsgefährdende Schülertoiletten". Für alle die noch nicht dort waren: "Ein Besuch bleibt unvergesslich!"

Mein Sohn geht dort zur Schule. Ich habe ihn schon mehrfach im Schulgebäude abgeholt und jedes Mal hat es ganz fürchterlich gestunken (das Klassenzimmer liegt ganz in der Nähe der Toiletten). Auf meine Frage, ob das immer so sei, meinte mein Sohn: "ja, das stinkt meistens so, das kommt von den Toiletten! Da müßtest Du erst mal rein gehen...und wie eklig es da ist....ich geh dort nicht mehr aufs Klo!!!" Ich fragte ihn leicht schockiert, wo er denn dann auf die Toilette geht. Er sagte, er warte immer bis er wieder zu Hause ist. Er trinkt eben dann nicht so viel. Wie geht denn DAS bitte??? Das ist meiner Ansicht nach gesundheitsgefährdend und damit meine ich nicht nur das "nicht Trinken" und das "Verdrücken" bis man wieder zu Hause ist, sondern auch die Erreger, die sich auf der Toilette befinden. Ich finde die Situation katastrophal, das darf so eigentlich nicht sein! ...unser Gespräch fand übrigens statt, bevor bei "Logo" das Thema angesprochen wurde.

Ich kann mich nur anschließen. Für eine reiche Stadt wie Stuttgart ist es beschämend, Kindern solche Zustände zuzumuten! "Kinderfreundliche Stadt"? Wohl eher nicht ...

Könnte etwa jemand von uns Erwachsene unter solchen Umständen arbeiten gehen? Die Kinder haben noch ein Besseres verdient! Helfen wir ihnen!

Unbedingt sollte der Sanierungsfahrplan überdacht werden. Es kann doch nicht sein, daß die derzeitigen Zustände noch ins nächste bzw. eventuell das übernächste Schuljahr weitergetragen werden. Dieser Zustand darf nicht als Übergangslösung akzeptiert werden. Bitte machen Sie diesen öffentlich wo Sie nur können.

Ich kenne das Problem bereits von meiner Tochter, die auch nicht mehr zur Toilette gegangen ist und lieber bis Mittag ausgehalten bzw. nichts mehr getrunken hat. Jetzt, 4 Jahre später, wird mein Sohn eingeschult und es hat sich noch nichts geändert! Ich würde es mehr als begrüßen, wenn sich das bei ihm nicht wiederholen würde, und die Toiletten hergerichtet würden. Das Warten auf den Campus dauert definitiv zu lange.

Die LH Stuttgart plant mit dem Campus Vaihingen in die Zukunft, aber es wird vergessen, dass die schlechte sanitäre Ausstattung den Kinder jetzt gesundheitliche Probleme bereitet. Hier wird an der falschen Stelle schon zu lange gespart. Im Vergleich zu dem großen Vorhaben sind die Kosten für einen umbau wirklich gering.

trauriges Schicksal dieser Baracken ist, bei der Bewertung der letzten Sanierungsmaßnahmen in der Pestalozzoschule als "nicht sanierungsfähig" eingestuft worden zu sein. Vieles wurde wurde in der Pestalozzischule saniert und verbessert, die Turnhalle, das Hauptgebäude, etc.. Doch in den Baracken, die sehnsüchtig auf Ihren Abriss warten, erleben die Vaihinger Grundschüler Ihre ersten prägenden Schuljahre. Ich plädiere auf einen baldmöglichste Umsetzung der Campuskonzepte mit vorzeitigen zeitnahen Abriss der Baracken und Unterbringung der Grundschüler in ergänzenden Provisorien, denn diese sind während der Bauzeit sowieso aus Platzgründen erforderlich, warum diese nicht jetzt schon erstellen um die präkeren Zustände in den Klassenzimmern und in den Sanitärräumen zu verbessern. Im Bereich der Kitas sind Provisorien bei der LH Stuttgart möglich, warum geht das nicht auch bei stark nach gefragten Grundschulen?

Liest man den aktuellen Artikel in der Filder Zeitung zum Zustand in den Baracken, wird einem als Elternteil eines Kindes, das jetzt in die 2. Klasse geht Angst und Bange, denn die Priorisierungen, Konzeptchecks etc werden Zeit kosten, die unsere Kinder nicht haben. Also stehen wir vor der Alternative: noch zwei Jahre Blasenprobleme riskieren plus die ganzen anderen Unannehmlichkeiten wie oben und auch von Frau Nafe im Artikel beschrieben oder wir als Eltern nehmen das Schicksal unserer Kinder selbst in die Hand. Wie so oft haben die Eltern immer weniger Einfluss bei Schulangelegenheiten. Das ist schade, aber wir werden nicht resignieren. Und noch einmal, wir reden nicht nur von unseren Kindern, sondern auch von den hoch motivierten Grundschullehrern, die jahrelang an diesen Arbeitsplatz gebunden sind. Auch diesen sind wir das Engagement schuldig. Ich hoffe, das uns die Schulverwaltung positiv überrascht!