Stellungnahme der Verwaltung

Der Verein SportKultur Stuttgart ist im Jahr 2012 durch die Fusion von vier Sportvereinen aus Hedelfingen und Wangen entstanden und bietet in seinem Einzugsgebiet ein vielfältiges Sportangebot für seine Vereinsmitglieder und die Bevölkerung an. Für seine Sportangebote nutzt der Verein die vorhandenen Sportfreianlagen und insbesondere die Turn- und Sporthallen in den Stadtbezirken Wangen und Hedelfingen.

Bezogen auf die gesamte Stadt liegt der Versorgungsgrad (Stand 31.12.2018) der Turn- und Sporthallen für den Vereinssport/Allgemeinen Sport bei ca. 75 %. Das innere Stadtgebiet weist eine Bedarfsdeckung von 69,3 % auf. Im Äußeren Stadtgebiet wird insgesamt eine Bedarfsdeckung von 78,7 % erreicht.

Der Vereinssport in Wangen und Hedelfingen ist seit langem unterversorgt. Ab ca. 17.15 Uhr stehen die Hallen den Sportvereinen und Sportgruppen zum allgemeinen Trainingsbetrieb zur Verfügung. Diese Zeiten sind allerdings voll belegt, so dass die Vereine praktisch keine Möglichkeit haben, ihren Mitgliedern neue Angebote zu unterbreiten bzw. neue Mitglieder aufzunehmen. In Hedelfingen liegt die Versorgung bei 79,3 %, in Wangen bei rund 65,3 %. Das ergibt einen Fehlbedarf von insgesamt 2,6 Übungseinheiten (Hed -1,0 ÜE / Wa -1,6 ÜE), der nur durch den Bau zusätzlicher Übungsräume auszugleichen ist.

Perspektivisch ist davon auszugehen, dass sich das bestehende Defizit mit der zu erwartenden Einwohnerentwicklung weiter erhöhen wird. Eine neue Sporthalle mit dem Schwerpunkt Vereinssport könnte ganzjährig genutzt werden. Für die Realisierung einer solchen Sporthalle ist aber derzeit noch kein Standort festgelegt. In Frage kommen könnte das Sportgelände der SportKultur an der Kesselstraße.

Die Überlegungen der SportKultur Stuttgart dort ein neues Vereinszentrum zu planen sind nachvollziehbar. Eine hohe Nachfrage im Bereich Kinder-, Gesundheits- und Rehasport ist neben der Nachfrage beim Freizeit- und Wettkampfsport gegeben. Ob sich die Ziele eines Vereinszentrums und einer neuen Sporthalle dort umsetzen lassen, könnte mit einer Machbarkeitsstudie und einer anschließenden konkreten Projektplanung in den Jahren 2020/2021 geklärt werden. Dafür würden entsprechende Planungsmittel benötigt. Wichtig wäre dabei, dass die Belange beider Stadtbezirke berücksichtigt und damit die jeweiligen Anforderungen von Wangen und Hedelfingen erfüllt werden könnten.