Neubau Geschwister-Scholl-Gymnasium Stuttgart-Sillenbuch

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Stadtbezirk: 
Sillenbuch
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Thema: 
Schulen, Bildung
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

1778
weniger gut: -111
gut: 1778
Meine Stimme: keine
Platz: 
5
in: 
2015

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Stuttgart-Sillenbuch (GSG) ist mit derzeit 970 Schülerinnen und Schülern das größte staatliche Gymnasium in Stuttgart. Seit Jahren wachsen die Schülerzahlen – im letzten Schuljahr wurden in fünf 5. Klassen knapp 150 Schülerinnen und Schüler aufgenommen.

Der vorhandene Raum im Schulgebäude reicht seit Jahren nicht aus, so dass zum Teil Unterricht im Gebäude der Werkrealschule im benachbarten Stadtteil Heumaden stattfinden muss. Die vorhandenen Fachräume vor allem im Bereich der Naturwissenschaften reichen ebenso wenig aus wie die Kapazität der Mensa.

Das Gebäude selbst ist stark sanierungsbedürftig. Nach Aussagen der Stadtverwaltung ist ein Neubau kostengünstiger als anstehende Sanierungsmaßnahmen. Deren Kosten werden bereits heute auf 35 bis 40 Millionen Euro geschätzt und werden erfahrungsgemäß deutlich darüber liegen.

Es ist unsicher, ob in den kommenden Schuljahren alle Schülerinnen und Schüler aus dem Stadtbezirk, die das GSG als weiterführende Schule wählen, aufgenommen werden können. Das GSG muss auch für zukünftige Schülergenerationen eine attraktive Schule im Stadtbezirk bleiben.

Wir fordern den Gemeinderat deshalb auf, die erforderlichen Planungsmittel für einen Neubau des GSG im Doppelhaushalt 2016/17 bereitzustellen. Damit Sillenbuch ein attraktiver Schulstandort bleiben kann, ist der Neubau am Standort notwendig.

Elternbeiräte des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, der Grund- und Werkrealschule Heumaden, der Grundschule Riedenberg, der Deutsch-Französische Grundschule Sillenbuch, sowie die Schulleitungen.

Umsetzung und Prüfung
Umsetzung: 

Stand Dezember 2017:
Die Einbringung des Grundsatzbeschlusses zum weiteren Vorgehen mit dem Verwaltungsvorschlag Sanierung und Erweiterung erfolgte Ende Mai 2017. Im Zuge der Beratungsfolge wurde die Vorlage intensiv diskutiert. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am 04.07.2017 wurde die Vorlage von der Verwaltung zurückgezogen und die weitere Beratung ausgesetzt, bis eine Klärung im Regionalrat zum Verkehrsprojekt „Filderauffahrt“ getroffen wird. Sobald eine Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise beim Verkehrsprojekt Filderauffahrt seitens des Verbands Region Stuttgart vorliegt, wird die Verwaltung das weitere Procedere inklusive Zeitschiene für das GSG aufzeigen.

Das einzig in Frage kommende Grundstück für einen Neubau ist für das Verkehrsprojekt Filderauffahrt vorgesehen. Mit dem Verkehrsprojekt soll eine direkte Straßenverbindung vom Neckartal in Richtung Flughafen geschaffen werden und somit die Verkehrssituation verbessert werden.

Stand 2016:
Die Vor- und Nachteile einer Generalsanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gegenüber eines Neubaus wurden durch die Verwaltung aufgezeigt und eingehend erörtert. Ende September 2016 hat Frau Schulbürgermeisterin Fezer Vertreter der Schulgemeinde, des Bezirksbeirats und des Gemeinderats zu einem Runden Tisch geladen. Dabei wurde die aktuelle bauliche und baurechtliche Situation sowie die weitere schulische Entwicklung des Gymnasiums aufgezeigt. Die Teilnehmer wurden um eine Einschätzung zur Frage Generalsanierung oder Neubau gebeten. Auf dieser Grundlage wird die Stadtverwaltung dem Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur Beschlussfassung vorlegen.

Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Für das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Sillenbuch hat der Gemeinderat Planungsmittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro beschlossen. Ob die Planungsmittel für einen Neubau oder die Generalsanierung verwendet werden, wird im ersten Quartal 2016 entschieden.
Gemeinderat hat zugestimmt

Stellungnahme der Verwaltung: 

Das Schulgebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wurde im Rahmen eines Sanierungsgutachtens durch das Büro ZSP-Architekten untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung dokumentieren einen großen Sanierungsbedarf und stellen verschiedene Varianten einer Sanierung (mit bzw. ohne bauliche Erweiterung) vor. Auf der Grundlage des Sanierungsgutachtens wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und untersucht, wie eine Sanierung und Erweiterung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zur Schaffung der für ein vierzügiges Gymnasium notwendigen Räumlichkeiten städtebaulich umgesetzt werden könnte.

Bereits im Rahmen des Sanierungsgutachtens wurde auch die Möglichkeit eines Neubaus der Schule auf dem bestehenden Grundstück bzw. auf einem anderen Grundstück als Alternative untersucht. Es stehen jedoch keine Grundstücke für einen solchen Neubau zur Verfügung. Ein Abriss und Neubau auf dem vorhandenen Grundstück wäre innerhalb der bestehenden Baugrenzen zwar grundsätzlich denkbar, würde jedoch eine Auslagerung der gesamten Schule mit rund 4.700 m² Programmfläche während der Bauzeit bedingen. Auf Grund der Größe der Schule ist dies wirtschaftlich nicht darstellbar. Zudem steht wie auch für einen Neubau der Schule aus Sicht der Schulverwaltung keine geeignete Fläche für eine komplette Auslagerung zur Verfügung.

Im Doppelhaushalt 2014/2015 wurden bereits Planungsmittel für die Sanierung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beantragt, konnten jedoch auf Grund der Vielzahl an Schulbauvorhaben in Stuttgart nicht bewilligt werden. Die Verwaltung wird zu den Doppelhaushaltsplanberatungen 2016/2017 Planungsmittel für die Generalsanierung mit Erweiterung anmelden.

Auf Grund eines fehlenden Grundstücks für eine Auslagerung der Schule während eines Neubaus sowie den zu erwartenden hohen Interimskosten kann nur die Planung einer Generalsanierung des Bestandgebäudes mit einer Erweiterung weiterverfolgt werden.

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
362/2015 (CDU), 545/2015 (SPD), 652/2015 (SÖS-LINKE-PluS), 791/2015 (Freie Wähler)
Verweis auf Gemeinderatsdrucksachen: 
1160/2015
Bezirksbeiratshinweis: 

Der Bezirksbeirat Sillenbuch unterstützt diesen Vorschlag vollumfänglich. Das derzeitige Gebäude des GSG ist dringend sanierungsbedürftig. Ein Neubau bietet die Chance, einen Bau auf dem aktuellen Stand der Technik zu realisieren und so der Schule Zukunftssicherheit zu geben.

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