Mehr Entlastung und Lebensqualität für die Menschen in Zuffenhausen - Abriss der Auffahrtsrampe Friedrichswahl

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Stadtbezirk: 
Zuffenhausen
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Thema: 
Verkehr
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

509
weniger gut: -122
gut: 631
Meine Stimme: keine
Platz: 
23
in: 
2013

Durch den Abriss der Rampe würden jährlich ca. 6 Millionen Kilometer eingespart und somit auch die hohen Stickoxide, Feinstaub-, und Lärmbelastungen reduziert werden. Alleine die Feinstaubentlastung würde dadurch 1 Tonne je Jahr betragen.

Voraussetzung für eine wirksame Entlastung ist aber, dass jeder neue Abschnitt der B10/27 in Tieflage gebaut wird. Dies gilt auch für die Querung mit der Ludwigsburger Straße. Der Individualverkehr auf der B10/27 wird tiefer gelegt, die Stadtbahnlinien U 7 und 15 bleiben ebenerdig.

Seit fast zwei Jahrzehnten kämpfen die Bürgerinnen und Bürger in Zuffenhausen dafür, dass die Auffahrtsrampe an der Friedrichswahl zurückgebaut und die B10/27, die mitten durch den Stadtbezirk führt, in Tieflage gelegt wird. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Projekt umzusetzen. Gehen wir es gemeinsam an, wir zählen auf Ihre Stimme.
Bürgerverein Zuffenhausen e. V. und Schutzgemeinschaft Krailenshalde e. V.

Gemeinderat prüft: 
ja
Umsetzung und Prüfung
Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Aufgrund knapper Finanzmittel wurden die Haushaltsanträge wegen fehlender Priorität zurückgezogen.
wird nicht umgesetzt

Stellungnahme der Verwaltung: 

Der Abriss der Auffahrtsrampe Friedrichswahl wurde schon mehrfach diskutiert.
Eine Beschlussvorlage liegt vor (GRDrs. 139/2009). Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat sich 2009
mehrheitlich für den Vorschlag der Stadtverwaltung ausgesprochen ("Variante Stadt-bahntunnel"). Die vorliegende Machbarkeitsstudie beinhaltet verschiedene Varianten für den Umbau des Knotens. 2013 wurde das Thema erneut aufgerufen, jedoch kontrovers diskutiert. Der Gemeinderat hat sich nach heutigem Stand nicht abschließend für eine Variante entschieden. Die Variantenuntersuchung ist ohnehin Bestandteil eines erforderlichen Rechtsverfahrens.

Für den weiteren Fortgang der Planungen ist zunächst die Stadtverwaltung zuständig. Dazu müssten jedoch Planungsmittel für Gutachten bereit gestellt werden. Voraussetzung für die Realisierung ist neben einer Rechtsgrundlage vor allem die Finanzierungsmöglichkeit. Nur ein Teil des Projekts ("MEA-Brücke") ist förderfähig, der gewünschte Abriss des Auffahrtsbauwerks nicht. Die Gesamtinvestition beträgt Stand 2009 ca. 30 Mio. €.
Sofern der GR für 2014/15 ausreichende Mittel für die Weiterplanung bereit stellt, kann unter der Berücksichtigung der Verfahrensdauer und einer unterstellten Finanzierung aus kommunalen Mitteln frühestens ab 2018/19 von einer Realisierung des Projekts ausgegangen werden. Die Umsetzung der Maßnahme wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen ("Bauen unter Verkehr"), Das Auffahrtsbauwerk kann erst beseitigt werden, wenn eine funktionsfähige Alternative vorhanden ist.

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
518 (CDU), 800 (FDP)
Bezirksbeiratshinweis: 

Dieser Vorschlag entspricht der Beschlusslage des Bezirksbeirats Zuffenhausen und wird befürwortet.

Kommentare

11 Kommentare lesen

Das wäre wirklich notwendig!

Volle Unterstützung für etwas das längst überfällig ist.
Hier gilt es in Zuffenhausen und überall massiv Werbung für diesen Punkt zu machen.
Helfen Sie mit, dass 3415 die Nummer wird, über die jeder Stuttgarter spricht!

Meine volle Unterstützung, ist längst überfällig, denn Zuffenhausen, das viele Jahre wie ein "Stiefkind" der Stadt behandelt wurde, muss mehr Lebensqualität bekommen und das beginnt mit dem Abriss der Rampe, als eine der explizit dringlichsten Maßnahmen, neben vielen anderen, die in anderen Vorschlägen erwähnt wurden.

100% dafür! Und aus der Tieflage kann dann in gemäßigter Steigung ein Anstieg bis zur Teilung der beiden Bundesstraßen hinter der Zabergäubrücke erfolgen und mit einem begrünten, filterbelüftetem Betondeckel bis dorthin versehen werden. Dafür muss aber auch mehr Druck auf den Bund ausgeübt werden. Wofür haben wir denn in Stadt und Land Grün gewählt???

Meiner Meinung nach würde hier ein großer Kreisverkehr sehr gut funktionieren! Die Stadtbahn taucht kurz darunter ab, während die Autos oben je eine Zu- und Abfahrt hätten. Da die meisten Autos sowieso stadteinwärts weiter fahren würden, wäre dies auch keine große Beeinträchtigung des Verkehrsflusses sondern würde selbigen vielleicht sogar schneller stattfinden lassen. Andere Richtungen wären hiervon kaum betroffen.

Volle Unterstützung auch meinerseits. Die Strecke stadtauswärts würde sich um ca. 300m bis 400m verkürzen. Bei 20 000 Fahrzeugen am Tag ergeben sich Einsparungen von 6000 bis 8000 Km (Autokilometer).Bei einem von mir angenommenen Durchschnittsverbrauch aus PKW und LKW von 12l/100km egebe sich eine Kraftstoffeinsparung von 720l bis 960l. Das würde unserer Umwelt und den Menschen, die in diesem Bereich wohnen, gut tun.

Ich würde gerne verstehen, wie die Alternative zu der Rampe verwirklicht werden soll. Die Stadtbahn wurde nicht einmal am Knotenpunkt Kelterplatz unterirdisch gelegt, weil es zu teuer ist. Meiner Ansicht nach, trifft es auch hier zu.

Die überfällige Notwendigkeit des Abrisses (das Rampenbauwerk wurde ja für die inzwischen längst beerdigte Krailenshaldentrasse gebaut), droht nun nicht mehr, an Details zu scheitern, da man endlich mit der Stadt einen Konsens bei der künftigen Straßenführung an der Friedrichswahl gefunden hat. Worauf wartet man eigentlich noch, damit ein sinnloser, umweltschädlicher und teurer Rampenverkehr an einer der belebtesten Kreuzungen Stuttgarts beendet wird? Es ist ein Skandal. dass dieses Projekt überhaupt im "Bürgerhaushalt" erscheinen muss, da es schon längst fertig sein sollte...

Ich lehne die Tieferlegung der B10/B27 ab, weil es zu teuer ist. Hierbei habe ich nicht nur die Baukosten im Blick, sondern auch den laufenden Bauunterhalt. Dieser kann bei Tunnelbauwerken sehr hoch sein. Es ist ja leider jetzt schon so, dass der Bauunterhalt unserer Straßen hoffnungslos unterfinanziert ist, das sehen wir jeden Tag an den vielen Schlaglöchern und Rissen. Ich möchte, dass erst einmal das bestehende Straßennetz besser gepflegt wird. Ein glatter Straßenbelag ohne Schlaglöcher führt schon zu einer leichten Verminderung des Lärms. Außerdem finde ich es einen Widerspruch, dass einerseits viele Zuffenhäuser Bürger regelrecht autohörig sind, aber sich andererseits über Lärm und Abgase beschweren. Ein Tunnel hat aber noch nie zu weniger Abgasen geführt, sondern zu noch mehr Verkehr. Wichtig wäre aber weniger Verkehr. Hier sollten wir umdenken und umsteuern.

Welch eine Fehlplanung! Nach der Tankstelle ist das Reißverschlußprinzip gefragt, da aus drei wieder zwei Spuren werden. Der Planer hatte wohl seinen Spaß dabei ein Nadelöhr vor der Rampe zu platzieren. Nicht nachvollziehbar! Aber wieso steht die Rampe noch?

Ein Tunnel für den Abschnitt B10/27 ist aus Kostengründen gar nicht realisierbar.
Wenn die Krailenshalde gebaut worden wäre, würde der Verkehr heute reibungloser
laufen, d. h. weniger Stau, weniger Immissionen.