Kommunales Kino für Stuttgart schaffen

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Stadtbezirk: 
Stuttgart (gesamt)
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Thema: 
Kultur
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

786
weniger gut: -130
gut: 786
Meine Stimme: keine
Platz: 
10
in: 
2013

Stuttgart braucht, wenn es sich als moderner Medienstandort profilieren will, wieder ein Kommunales Kino. Filme außerhalb des aktuellen Angebots und ohne kommerzielles Verwertungsinteresse sind ein wichtiger Teil eines kommunalen Kulturangebots. Historisch wichtige Filme, Filme zu bestimmten Themen aus verschiedenen Ländern und Epochen, Auseinandersetzung mit Filmkunst, Filmreihen zur thematischen Arbeit anderer Kultureinrichtungen: das wird schmerzlich vermisst und "schreit" geradezu nach einem neuen Kommunalen Kino.

Gemeinderat prüft: 
ja
Umsetzung und Prüfung
Umsetzung: 

Im Kulturhaushalt 2014/15 sind einmalig 150.000 € zur Verfügung gestellt, die gemäß des Beschlusses des Gemeinderats für Standortsuche, Erstellung einer Planungsstudie und einer Betriebskonzeption für ein Haus für Film und Medien zu verwenden sind. Die Kulturverwaltung ist in diesem Zusammenhang mit dem Verein Neues Kommunales Kino Stuttgart e. V. in Kontakt. Bislang sind die Mittel noch nicht abgerufen worden.

Darüber hinaus steht der Keplersaal des Planetariums seit Frühsommer 2014 für vom Kulturamt geförderte Veranstaltungen im Bereich Film und Medien zur Verfügung. Koordiniert werden diese Veranstaltungen direkt beim Planetarium - auch um Terminkollisionen zu vermeiden.

Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Für die Erstellung von Konzeption und Planungsstudie für ein künftiges Filmhaus wurden einmalig 150.000 EUR in den Haushalt eingestellt.
Gemeinderat hat teilweise zugestimmt

Stellungnahme der Verwaltung: 

Nach der Insolvenz des alten Kommunalen Kinos im Sommer 2008 wurden seitens der Kulturverwaltung aufgrund der Bedeutung und Wichtigkeit eines kommunalen Filmangebots für die Landeshauptstadt Stuttgart alternative Konzepte entwickelt. U. a. wurde auch die Möglichkeit geprüft, im ehemaligen „Ambo“ ein kommunales Kinoangebot in Verbindung mit einem Zentrum für Freies Theater zu etablieren. Im Rahmen der Haushaltsplanungen zum Doppelhaushalt 2010/2011 wurde von dieser Idee jedoch Abstand genommen und auch die Mittel für das bisherige Kommunale Kino aus dem Haushalt des Kulturamtes gestrichen.

Bereits bei den Haushaltsplanberatungen 2012/13 rangierte der Wunsch nach einem Kommunalen Kino unter den favorisierten Vorschlägen im Bürgerhaushalt. Darüber hinaus wurden zu diesen Haushaltsplanberatungen von dem inzwischen gegründeten Verein „Neues Kommunales Kino“, dem zahlreiche Institutionen der Stuttgarter Kulturszene angehören, Anträge auf Einrichtung und Unterstützung eines „Hauses für Film und Medien“ eingereicht. Die Idee des „Hauses für Film und Medien“ reichte inhaltlich und finanziell weit über ein reines Kommunales Kino hinaus. Der Antrag wurde im Rahmen der Haushaltsplanberatungen vom Gemeinderat nicht befürwortet.

Inzwischen wird – insbesondere im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost – die Idee diskutiert, in der grundlegend sanierungsbedürftigen Villa Berg ein Haus für Film- und Medienkunst zu etablieren. Zur Erhaltung der Villa Berg wird der Oberbürgermeister dem Gemeinderat noch vor der Sommerpause einen Grundsatzbeschluss vorlegen.

Mitteilungsvorlagen hierzu GRDrs 813/2011 "Neues Kommunales Kino Stuttgart e. V." und GRDrs 996/2011 "Kommunales Kino", im BHH 2012/2013 RNr. 9

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
850 (SÖS)

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