Keine Verlängerung der U 13 von Giebel über Hausen zum S-Bhf. Weilimdorf

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Stadtbezirk: 
Weilimdorf
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Thema: 
Verbindungen
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Wirkung: 
Sparidee

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

144
weniger gut: -296
gut: 144
Meine Stimme: keine
Platz: 
2421
in: 
2017

Diese o.g. Verlängerung der U 13 ist wirtschaftlich und ökologisch unsinnig!
- Mit Buslinie 90 existiert guter Anschluss von Hausen nach Giebel zur U 6/U 13 und von Hausen zur S 6 ab S-Bhf. Weilimdorf und zum Gewerbegebiet. Ab 2015 wurden die Takt- und Anschlusszeiten der Buslinie 90 deutlich verbessert.
- 50 Millionen Euro für die o.g. nur ca. 4000 Meter lange Verlängerung und die neue Brücke über die B 295 zum S-Bhf. Weilimdorf ist Geldverschwendung.
- Hohe Verluste auch im Betrieb auf dieser kurzen Strecke (zum Beispiel nur 300 m von Hausen zur S-Bahn), da kaum Fahrgäste außerhalb der Kernzeiten (06:00-09:00 Uhr und 16:00-19:00 Uhr) bereits heute bei der Buslinie 90. Giebel hat nur rund 5.000 Einwohner, S-Hausen nur rd. 3.600 Einwohner (mit 250 Flüchtlingen).
- Die SSB macht seit 15 Jahren jedes Jahr über 20 Mio € Schulden, trotz jährlicher Fahrpreiserhöhungen von 2,5 % / 2,9 %.
- Zerstörung des 1 km langen ökologisch wertvollen Grünstreifens mit Baumbestand und seltenen Tieren/Vögeln auf der Rappachstraße/Gerlinger Grenzweg durch das 7 Meter breite Doppelgleisbett der o.g. U 13-Verlängerung.
- Erhöhung der Lärmbelastung um 52-58 Dezibel und Gefährdung der Anwohner in der Rappachstraße/im Gerlinger Grenzweg und der Anwohner in Hausen neben deren Wohnungen und Häusern in 10 m die o.g. Verlängerung liegen soll, zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Lärm (vom Gewerbegebiet Ditzingen, von der A 81, von der S 6/60, von den Güterzügen, vor allem Nachts und von der B 295 sowie vom Fluglärm über Hausen). Alle Grenzwerte werden durch Gesamtbelastung überschritten!
- Zerstörung von ca. 3.000 qm wertvollem Ackerland im Landschaftsschutzgebiet um Hausen.
- Zersplitterung der restlichen Ackerflächen und Erschwerung der Bewirtschaftung durch die Landwirte.
- Gefährdung der Freihaltung des Kaltlufteinzugsgebietes und der Frischluftströmungsbahnen und des natürlichen Bachlaufs des "Beutenbachs".
- Weitere Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes "Weilimdorf-West".

Kommentare

11 Kommentare lesen

Da wird wohl Verkehrspolitik "mit der Brechstange" gemacht. Bisher habe ich davon noch gar nie was mit bekommen. Bin froh über solche Infos. Ist das schon alles beschlossen, oder erst in der Planung?

würden Sie auch so argumentieren, wenn es um Strassenausbau ginge? Eine Verlängerung würde eigentlich nur Sinn machen, wenn sich dann der Strassenverkehr reduzieren läßt, oder die Buskapazitäten deutlich nicht ausreichen! Beim Schienenausbau wird immer mit zu hohen Kosten argumentiert, beim Strassenausbau meist nicht! (gilt auch für Folgekosten)

Nicht nur die mehrere Tausende Bürgerinnen und Bürger aus S-Hausen, S-Giebel, Gehenbühl und Gerlingen, möchten eine gute und bessere Verbindung von der Haltestelle Giebel, über S-Hausen bis S-Weilimdorf S-Bahn. Auch unser Oberbürgermeister möchte die Autos von der Straße weghaben und mehr Fahrgäste in Bus und Bahn. Jedoch wenn, man von U-Bahn in Bus umsteigen und dabei 15-30 Minuten warten muss (außerhalb der Kernzeit) überlegt man es sich zwei mal und fährt mit dem Auto. Und warum wurde gegen den Fluglärm über Hausen und der Lärmbelastung von der B295 sowie der A81 und den Güterzügen nach all den Jahren, noch nichts unternommen ???

Sehr guter Vorschlag, vor allem in Bezug auf die Mittelverschwendung.

Finde ich sehr schlecht! Wir brauchen in Stuttgart mehr Tangentiallinien, um überlastete Punkte zu entlasten. Daher ist es eine gute Idee, hier einen Ausbau durchzuführen!

Die Verbindung ist sehr wichtig für die Bewohner von Giebel, Bergheim und Hausen um verringert die Luftverschmutzung-> Deshalb für die Verlängerung U 13

wir sind bestens an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.
Wollen wir noch mehr Flächen versiegeln? Die Busse fahren sehr oft mit sehr wenig Auslastung.

Antwort für PS33469: Seit Jahren steht diese unsinnige Verlängerung der U 13 im Nahverkehrsentwicklungsplan und wird jedes Jahr wieder von denjenigen, die jedes Kosten-Nutzen-Verhältnis ablehnen, gefordert. Vor allem wird diese unwirtschaftliche U 13-Verlängerung von denen verlangt, die selbst von den immensen Nachteilen dieser Verlängerung mit ihren Wohnungen und Häusern nicht betroffen sind.
Antwort für Alten Hausener: Das Regierungspräsidium Stuttgart, das die Auftragsverwaltung für die Bundesautobahn A 81 und für die Bundesstraße B 295 hat, lehnt seit 15 Jahren Lärmschutzmaßnahmen an der A 81 und an der B 295 ab, da die (zu hohen) Lärmgrenzwerte nicht erreicht seien. Bei den Grenzwerten wird dabei nach geltendem Immissionsschutzrecht jede Lärmquelle isoliert betrachtet und nicht die Gesamtlärmbelastung aus allen Lärmquellen (Gewerbegebiet Ditzingen: nächtlicher Verladungslärm der Speditionen, Verkehrslärm von der A 81 und der B 295, Lärm von der S 6/60 und den Güterzügen, vor allem in der Nacht). Nach Ansicht des Lärmschutzbeauftragten des Flughafens Stuttgart ist der Fluglärm über S-Hausen hinnehmbar.
Antwort für Bürger70499: Die derzeitige U 6 und die derzeitige U 13 fahren bereits bis S-Giebel. Es geht hier nur um die unsinnige beabsichtigte Verlängerung der U 13 ab S-Giebel über S-Hausen zum S-Bhf. Weilimdorf: 4000 Meter für 50 Millionen Euro!! Für einen Bruchteil von diesen vielen Millionen könnte die SSB alle Dieselbusse der guten Buslinie 90 durch umweltfreundliche und leise Elektrobusse sofort ersetzen. Die Luftverschmutzung in S-Hausen kommt zu 80 % von der A 81 und der B 295.
Herr OB Kuhn hat bereits in einem Schreiben vom 19.06.2013 den vielen Hundert von der unsinnigen o.g. U 13-Verlängerung betroffenen Bürgern geschrieben: " Die SSB hat frühestens 2015 freie Kapazitäten, um sich mit einer vertieften Untersuchung, ob die Verlängerung der U 13 sinnvoll und machbar ist, zu beschäftigen. Und selbst bei einem positiven Ausgang einer solchen Untersuchung ist fraglich, wann und ob solch eine Maßnahme finanziert werden könnte."
Antwort zu den sonstigen Kommentaren: Wir alle müssen mit dem auskommen, was wir nachhaltig finanzieren können. Dieses ständig über die Verhältnisse leben und diese ewige zügellose Schuldenmacherei zu Lasten des Handlungsspielraumes künftiger Generationen muss endlich ein Ende haben!!!

Die Verantwortlichen sollten den Wünsche und Vorschläge der Hausener Bürger, ernst nehmen !

Antwort für Alten Hausener vom 20.02.2017: Offensichtlich sind Sie persönlich von dem Lärm und dem Elektrosmog, der von der von Ihnen vorgeschlagenen Verlängerung der U 13 von S-Giebel über S-Hausen zum S-Bhf. Weilimdorf ausgehen würde, nicht betroffen. Dann geht es Ihnen wie einem Mitglied im Bezirksbeirat, das bereits aus S-Hausen weggezogen ist (warum wohl?), aber immer noch die o.g. Verlängerung der o.g. U 13 für S-Hausen fordert.
Die Verantwortlichen müssen deshalb in erster Linie die Bürger in S-Giebel und in S-Hausen ernst nehmen, in deren Rechte und Gesundheit sie massiv durch die o.g. Verlängerung der U 13 eingreifen würden.

Das Thema geistert ja schon seit Jahren umher. Leider habe ich noch keinen aussagekräftigen Plan gesehen der auch nur ansatzweise zeigt, wo diese Trasse verlaufen soll. Im Giebel würde man entweder teilweise die Gärten tangieren, in Gerlingen auch bzw. die Grünstreifen zerstören. Die Kreuzungen wären kaum unterzubringen. Und anschließend würde man wieder Wiesen und Felder zerstören (erforderliche ökolog. Ausgleichsmaßnahmen werden ja in dem Gebiet sowieso so gut wie nie durchgeführt). Die heutige Haltenstellenanzahl und Verteilung des Buses könnte nicht dargestellt werden. Von den Kosten ganz zu schweigen.