Feuerwerke reduzieren, geeignete Maßnahmen durch die Stadt ergreifen

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Stuttgart (gesamt)

Zeitungsberichten zufolge kommt eine Studie aus dem Jahr 2015 zu dem Ergebnis, dass in Deutschland in einer Nacht (Silvester) so viele Partikel durch Feuerwerke ausgestoßen werden wie von allen Fahrzeugmotoren in einem ganzen Jahr.
Am Neujahrstag wurden im Bereich Neckartor im Tagesmittel 173 Mikrogramm Feinstaub in einem Kubikmeter Luft gemessen. Der zulässige Tagesgrenzwert liegt bei 50 Milligramm. Wenn dies nur annähern zutrifft, müssen wir uns –bei allem Verständnis für eine alte Tradition- ernsthaft Gedanken machen, ob Feuerwerke noch zeitgemäß und mit dem Umweltschutz vereinbar sind, zumal sie nicht nur an Silvester sondern darüber hinaus auch vermehrt zu vielen anderen Anlässen (Geburtstage, öffentliche Veranstaltungen, usw.)stattfinden.
Der Oberbürgermeister prüft ein Raketenverbot. Dies begrüße ich sehr. Zumindest sollte durch die Stadt unter Einbeziehung der Kirchen und der Umweltschutz- und Tierschutzverbände ein deutlicher Appell an die Vernunft der Mitbürgerinnen und Mitbürger gerichtet werden, auf das Neujahr-Schießen zu verzichten oder zumindest erheblich zu reduzieren, insbesondere bei Feinstaubalarm. Wer kann das Böllern noch genießen, wenn nach der Knallerei stundenlang die Fenster nicht mehr geöffnet werden können und bei Inversionswetterlagen der Gestank tagelang in der Luft hängt? Ganz abgesehen von den Tonnen Abfall die am Neujahrstag und noch Wochen danach auf den Straßen herumliegen.
Die Umstellung auf sog. „Ökoböller“, die weniger Staub und Schadstoffe verursachen oder zentrale Feuerwerke an Silvester wären u.U. Alternativen. Konsequenter wäre es jedoch die Mitbürger und Mitbürgerinnen würden komplett aufs Feuerwerk verzichten und damit nicht nur die Umwelt sondern auch ihren Geldbeutel schonen.
Mein Antrag: die Stadt möge möglichst bald aber rechtzeitig vor dem nächsten Silvester geeignete Maßnahmen zur Eindämmung von Feuerwerken ergreifen.