Mehrweg statt Einweg – Geschirrmobil für öffentliche Veranstaltungen ohne Müllberge

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Stuttgart (gesamt)
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

894
weniger gut: -55
gut: 894
Meine Stimme: keine
Platz: 
29

In Kürze: Es wäre schön, wenn die Stadt Stuttgart bei öffentlichen Veranstaltungen die Verwendung von Mehrweggeschirr vorschreiben würde. Durch ein „Geschirrmobil“ könnten kleine Veranstaltungen und Stände dabei unterstützt werden.

Bei den meisten öffentlichen Veranstaltungen fällt beim Verkauf von Essen und Getränken viel Müll an, da Geschirr, Besteck und Becher Einmalprodukte zum anschließenden Wegwerfen sind. Ökologisch besser als Plastik, Holz und auch Papier ist das Spülen von Geschirr. Es wäre großartig, würde die Stadt Stuttgart hier ihren Handlungsspielraum nutzen, um zur Vermeidung von Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung beizutragen.
Ein „Mehrweggebot“ könnte die Verwendung eines Pfandsystems bei öffentlichen Veranstaltungen vorschreiben. Um kleineren Ständen (z. B. auf Street-Food-Märkten) das Spülen zu ermöglichen, könnte von der Stadt ein „Geschirrmobil“ angeschafft werden, welches kostenlos oder sehr günstig zur Verfügung gestellt wird. Die Stadt Wien könnte hier als Vorbild dienen [1].

Dies ist keine neue Idee. Es gibt zum Thema bereits eine Menge Studien und auch Erfahrungen anderer Städte, so z. B. eine 50-seitige Studie im Auftrag der Stiftung Naturschutz Berlin [2] und weitere [3]. Daraus geht hervor, dass es durchaus einige Möglichkeiten gibt, die Müllmengen bei Veranstaltungen zu reduzieren. Die Stadt Stuttgart sollte sich hier mehr trauen und mehr ausprobieren!

[1] https://www.wenigermist.at/das-wiener-geschirrmobil-weniger-abfall-und-m...
[2] Abfallvermeidung und -trennung auf Märkten und Straßenfesten. Wissenschaftliche Studie im Auftrag der Stiftung Naturschutz Berlin, 2010. (Unter Mitarbeit von Gudrun Pinn)
[3] PLADERER, C., et al. Vergleichende Ökobilanz verschiedener Bechersysteme beim Getränkeausschank an Veranstaltungen. BMLFUW Österreichisches Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und BAFU Schweizer Bundesamt für Umwelt, 2008

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Schon jetzt ist die Verwendung von Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen vorgeschrieben (Weindorf, Weihnachtsmarkt). Ausnahmen gibt es nur, wenn kein Strom- oder Wasseranschluss vorhanden ist. Diese Regelung gilt seit den 80er Jahren für alle Veranstaltungen auf städtischen Flächen.

Das Angebot eines Geschirrmobiles erscheint in der Umsetzung schwierig. Viele Feste und Veranstaltungen finden in den Sommermonaten parallel statt, so dass zumindest in jedem Bezirk ein Spülmobil bereitstehen müsste (20 Stück). Mittlerweile gibt es zahlreiche gewerbliche Anbieter von Geschirrmobilen. Ein städtisches Mobil, das kostenlos oder zu einem subventionierten Preis angeboten werden würde, führt möglicherweise zu wettbewerbsrechtlichen Problemen.

Kommentare

8 Kommentare lesen

Das finde ich eine klasse Idee! Und eine sehr gute Recherche.

ja, wichtiges Thema!

Super Idee, unterstütze ich gerne!

Gegen die Vermüllung allgemein muss dringend etwas
getan werden! Jeder Schritt dahingehen ist wichtig und notwendig
also: Gute Idee und bitte umsetzen!

Finde ich eine sehr gute Idee, deren Umsetzung möglich sein sollte.

Sinnvoll. Wir haben nur eine Erde.
Dazu bitte Aschenbecher an Bus/Bahnhaltstellen, da sieht es oft aus wie Dieter Bohlens Stil & Style.

Sehr gute Idee! Unterstütze ich gerne!

Super Idee! Unterstütze ich gerne!