Neckar erlebbar machen und Aufenthaltsqualität erhöhen

|
Bad Cannstatt
Hedelfingen
Wangen
|
  • Stadtplanung
  • Stadt am Fluss
|
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

905
weniger gut: -54
gut: 905
Meine Stimme: keine
Platz: 
26

Der Neckar gehört zu Stuttgart wie seine Berge. Leider ist der Neckar bis Bad Cannstatt umrandet von Beton, Industrie und Straßen und hat kaum Aufenthaltsqualität. Selbst von den Hügeln ist der Neckar kaum sichtbar und wird sehr stiefmütterlich behandelt. Daher sollen die Ideen aus dem Masterplan für den "Erlebnisraum Neckar" weiter forciert und umgesetzt werden, wie z.B.

- Untertunnelung der B10
- Begehbarkeit der Staustufen mit Informationen und Sitzmöglichkeiten
- Rückzugsort wie z.B. im Remseck
- Hafen erlebbar machen (Zugänge ans Wasser und in hohen Gebäuden zur Aussicht)
- deutlich und mehr grün und Sitzmöglichkeiten
- Cafès, Kioske, Strände etc.

Verwaltung prüft: 
ja

Kommentare

6 Kommentare lesen

Grundsätzlich sind Phantasie, Träume und Wünsche schön und auch erlaubt. Wenn wir dann aber mal wieder wach sind, sollten wir die Realitätsnähe dieser Wünsche selbst überprüfen.

Mein Einwurf geht vor allem in Richtung der von Ihnen genannten Staustufen und des Hafens.

Die Staustufen bzw. Schleusenanlagen und Wehre sind bereits begehbar, nämlich auf der jeweiligen Brücke an der sie sich befinden. Näher geht nicht, da es sich um wasserwirtschaftliche Einrichtungen mit hohem Sicherheitsbedarf handelt. Sicherheit im Übrigen nicht nur für die Einrichtungen, sondern auch für Unbefugte die sich dort in Lebensgefahr begeben können. Also kein frei zugänglicher Abenteuerspielplatz.

Das gilt auch für den Hafen. Der Hafen ist vor allem ein Wirtschaftsbetrieb. Sie werden mit Sicherheit (vor allem wegen Selbiger) von keinem Anrainerunternehmen, egal aus welcher Branche, einen freien Zugang zum Neckar, zu Silos oder sonstigen Gebäuden, zu welchem Zweck auch immer, erhalten.

Zwei Ausnahmen fallen mir ein: 1. Lange Nacht der Museen, 2. Sie bewerben sich um einen Job im Hafen. Ob Sie im zweiten Fall dort entspannen dürfen, glaube ich allerdings weniger.

Dass dies aktuell sehr schwierig aussieht stimmt. Trotzdem sollte man die Erlebbarkeit des Neckars auf jeden Fall wo immer möglich schrittweise versuchen. Menschen und Wasser ist eine natürliche Verbindung und erstrebenswert. Ich unterstütze Versuche dies zu tun in gangbaren Schritten.
Was ist eigentlich mit Untertunnelung der B10 gemein?

Natürlich habe ich nichts gegen eine höhere direkte Erlebbarkeit unseres Neckars, zumal er damit auch wieder positiver ins Bewusstsein der Stuttgarter Bevölkerung gerückt würde. Obwohl genau genommen Stuttgart ja noch nie am Neckar lag, sondern sich die Lage durch Eingemeindungen erschlichen hat. ;-)

Sie schreiben sehr richtig: "auf jeden Fall, wo immer möglich, schrittweise versuchen". Es ist halt leider nicht überall (siehe Hafen) möglich. Wo doch möglich, dann aber nicht ad hoc und alles auf einmal. Es ist ja auch die Frage der Finanzierungbarkeit zu prüfen.

Was mich zu Ihrer Frage führt: "Was ist eigentlich mit Untertunnelung der B10 gemeint?". Ich nehme an, hier ist eher die Überdeckelung der B10 gemeint, um vom Stuttgarter Osten barrierefrei ans Ufer zu kommen. Hätte einen gewissen Charme, ist aber sicher nicht für lau zu haben.

Vergleiche auch Vorschlag 52020. Hier wie dort geht es um Änderungen, die sich über Jahre hinziehen. Das kennen wir von anderen Großbaustellen in und um Stuttgart und ist daher nicht in Bereich der 'Träume' zu verweisen.

@blackcow

Wenn Sie meinen Kommentar nochmals lesen, erkennen Sie, dass dieser sich explizit auf die Wünsche von TBBT10 hinsichtlich der Schleusen- und Wehranlagenbegehung und der Öffnung von Lager- und Silogebäuden auf Firmengeländen zur Aussicht bezog. Und ja, das sind in meinen Augen keine realistischen Forderungen.

Über vieles andere lässt sich diskutieren, obwohl sich mir auch da bei vielem nicht die Machbarkeit erschließt. Beispiel Reaktivierung von alten Neckararmen. Wo zwischen Cannstatt und Mettingen würden Sie da denn Platz sehen? Ok, eine Möglichkeit sehe ich: Den Wasen fluten! Da wäre dann aber wieder die Pseudo-Dirndl- und Billig-Lederhosen- Party-Fraktion nicht sehr glücklich. Damit könnte ich sogar leben, würde sich doch dann ein Wasenbesuch zur Erfrischung und Erholung wieder lohnen. ;-)

Es müsste wohl ÜBERtunnellung der B10 heißen. Sehr sinnvoller Vorschlag. Verbessert das Landschaftsbild, Lebensqualität und die Luft und schaft nebenbei neue nutzbare Flächen!