Öffnungszeiten Bäder in Stuttgart erhalten

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Stuttgart (gesamt)
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

865
weniger gut: -36
gut: 865
Meine Stimme: keine
Platz: 
34

Das Konzept der Bäderbetriebe zu den geplanten Öffnungszeiten gehört vom Tisch. Das Leo-Vetter-Bad beispielsweise soll im Sommer für die Öffentlichkeit komplett geschlossen werden. Ein Unding. Gerade in den Sommermonaten und in den Ferien wird das Bad stark von Schülern aus dem Viertel frequentiert. Es gibt zudem einen Außenbereich am Leo-Vetter-Bad, der im Sommer ebenfalls intensiv genutzt wird. Es kann nicht sein, dass städtische Infrastruktur aufgrund von Personalmangel für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist. Ein Armutszeugnis für unsere Stadt.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Die Schließung des Leo-Vetter-Bads sowie des Hallenbads Heslach während der Freibadsaison 2020 wurde vorgeschlagen, um den Fachkräftemangel im Aufsichtsbereich zu bewältigen. In keinem der acht Hallenbäder der Bäderbetriebe Stuttgart gibt es Wasserflächen in den Außenbereichen. Aber gerade in der warmen und heißen Jahreszeit werden verstärkt Wasserflächen unter freiem Himmel aufgesucht. Für die Bäderbetriebe Stuttgart hat daher die uneingeschränkte Zurverfügungstellung der Wasserflächen in den Stuttgarter Freibädern eine hohe Priorität. Zudem bieten unsere Freibäder im Schnitt etwa das Dreifache an Wasserfläche im Vergleich zu den Hallenbädern. Das muss bei hohem Besucheraufkommen auch berücksichtigt werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatten wir trotz verkürzten Öffnungszeiten im Inselbad Untertürkheim durchschnittlich 134 Besucher pro Öffnungsstunde. Im Leo-Vetter-Bad zählten wir im Schnitt nur 26 und im Hallenbad Heslach 37 Gäste pro Öffnungsstunde.

Von Mai bis Mitte September entsteht mit der Öffnung unserer fünf städtischen Freibäder ein erhöhter Personalbedarf. Wir benötigen Jahr für Jahr während der Sommerbadesaison bis zu 60 zusätzliche Saison-Fachkräfte, um die umfangreichen Öffnungszeiten anbieten zu können. Wenn nur noch zwei – statt bisher vier – Hallenbäder für den öffentlichen Badebetrieb auch während der Sommersaison offengehalten würden, könnten Stammbeschäftigte aus den beiden zusätzlich geschlossenen Hallenbädern direkt in den Freibädern eingesetzt werden. Damit hätten die Bäderbetriebe Stuttgart auch wesentlich bessere Möglichkeiten, die über dem Bundesdurchschnitt liegenden Öffnungszeiten in allen fünf Freibädern ohne Einschränkungen über die gesamte Sommersaison sicherzustellen.

Der bekannte und bundesweit zu verzeichnende Fachkräftemangel führt dazu, dass die saisonal erforderliche Anzahl an Fachkräften immer schwerer zu finden ist.

Beispielsweise hatten vergangenes Jahr in ganz Deutschland Bäder mit dem Personalmangel zu kämpfen. Laut dem Landesvorsitzenden des Bundes Deutscher Schwimmmeister, Edgar Koslowski, fehlen landesweit bis zu 400 Fachangestellte für Bäderbetriebe. Bundesweit sind es sogar 2.500. Diese Zahlen machen das Ausmaß des Personalmangels deutlich.

Kommentare

5 Kommentare lesen

Ganz genau, das Leo-Vetter-Bad muss für alle Bürger und Bürgerinnen zugänglich sein - gerade im Sommer wenn das Inselbad absolut überfüllt ist!

Das gilt auch fürs Hallenbad in Plieningen. Hier sollten zwei Tage der Öffentlichkeit zugänglich sein!

Leo Vetter muss offen bleiben! Im Inselbad kann man nur in der Sonne schwimmen, klar ist ja ein Freibad, ich vertrage jedoch dies nicht und für ältere Menschen ist Freibad nicht wirklich gut.

In Zeiten, in denen immer weniger Kinder schwimmen können ist es ein absolutes Unding, die Öffnungszeiten zu begrenzen. Schwimmbäder fußläufig erreichen zu können gehört zu einer guten Lebensqualität, das macht das Stadtleben aus....

Unbedingt Öffnungszeiten komplett erhalten! Freibäder sind keine Alternative. Sie werden im Sommer zusätzlich gebraucht!