Das Stadtbad am Neckar erhalten

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Bad Cannstatt
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  • Sport, Bäder
  • Bäder
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

763
weniger gut: -44
gut: 763
Meine Stimme: keine
Platz: 
91

Das Stadtbad am Neckar wird gebraucht für Vereine und Schulen, damit Kinder und Jugendliche schwimmen lernen und Freude am Wassersport bekommen. Einmal in der Woche ist das Bad für alle offen. Jeden Donnerstag wird vom Roten Kreuz Wassergymnastik für 2 Gruppen je 10 Teilnehmer angeboten. Danach kommen Kindergartenkinder, die ans Wasser gewöhnt werden und vielleicht schwimmen lernen. Früh morgens kommen Berufstätige, die vor der Arbeit ihre Bahnen schwimmen. Nachmittags Mütter mit ihren Kindern und Frauen und Männer um zu schwimmen. Ich bitte Sie, erhalten Sie das Bad!In den Mineralbädern ist kein Platz für Schwimmer.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Der Bäderausschuss des Gemeinderats hat in seiner Sitzung am 6. Oktober 2017 den Projektbeschluss für den Neubau des Sporthallenbades NeckarPark gefasst. Damit wurde auch beschlossen: „Bei Fertigstellung des Sporthallenbades NeckarPark wird der Betriebsstandort Hallenbad Cannstatt aufgegeben.“ (vgl. GRDrs 419/2017). Das neue Sporthallenbad wird das Hallenbad Cannstatt – das bekanntlich stark sanierungsbedürftig und von immer wieder vorkommenden unvorhersehbaren Ausfällen der technischen Anlagen betroffen ist – sowie die Traglufthalle über dem Sportbecken des Inselbads Untertürkheim ersetzen.

Die Eröffnung des Sporthallenbades NeckarPark ist für Anfang 2022 vorgesehen. Das Hallenbad Cannstatt wird mindestens bis Ende Juli 2022 (Schuljahresende) in Betrieb bleiben.

Das Sporthallenbad NeckarPark wird mit einem 50m-Schwimmerbecken mit einer Hubwand und einem 25m-Mehrzweckbecken mit einem Hubboden über ein sehr gutes Angebot für Schwimmer und Schwimmlernende verfügen und die im Hallenbad Cannstatt und in der Traglufthalle entfallenden Wasserflächen und Nutzungszeiten von Schulen und Vereinen mehr als kompensieren.

Das Gebiet NeckarPark mit dem neuen Sporthallenbad wird an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Für Schulen, die das Bad innerhalb max. 15 Minuten einfacher Wegezeit – ob zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – nicht erreichen können, besteht die Möglichkeit des Transports per Schulbus (vgl. GRDrs 660/2018).

Sollte das Hallenbad Cannstatt entgegen der bestehenden Beschlusslage generalsaniert werden, wäre entsprechend der Grobkostenannahme mit einem Finanzierungsbedarf von rund 13 Mio. Euro zu rechnen.

Nach der Sanierung muss weiterhin wegen der Folgekosten aus dem Betrieb und für den baulichen Unterhalt des Bades mit einem jährlichen Defizit in einer Größenordnung von 300.000 Euro bis 400.000 Euro gerechnet werden.

Der Erhalt des Hallenbads Cannstatt und dessen Betrieb parallel zum Sporthallenbad ist auch mit Blick auf einen zukünftigen Bevölkerungszuwachs in der Landeshauptstadt Stuttgart und der räumlichen Bedarfe weder zur Abdeckung der für den Schul- und Vereinssport notwendigen Nutzungszeiten, noch für einen öffentlichen Badebetrieb erforderlich.

Stellungnahme des Bezirksbeirats: 

Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt unterstützt den Vorschlag einstimmig.

Kommentare

8 Kommentare lesen

Das Stadtbad am Neckar muss unbedingt erhalten werden.

Die kleineren, wohnortnahen Bäder sind ein Teil der Wohnqualität in Stuttgart und dienen der Gesundheitsvorsorge (nach der Arbeit schnell ein paar Bahnen schwimmen).
Außerdem kann man in der feuchten Badehallen-Luft recht gut den Feinstaub aus der Lunge aususten.
Natürlich sehe ich jedoch auch den Mangel an Fachpersonal. Vielleicht gibt es eine Lösung hierfür mittels Ehrenamt?

Ich kann auch nicht verstehen, warum man das Bad an der Hofener Straße über Jahrzehnte so vergammeln lassen hat, bis eine Sanierung unrentabel ist.

Das Stadtbad am Neckar muss unbedingt erhalten werden.
Es ist sehr wichtig, sogar norwending für alles umliegenden
Schulen, Vereinen und Gemeinschaften!

Unbedingt erhalten. Ich verstehe den Gemeinderat nicht, wieso dezentrale wohnortnahe Bäder durch ein riesiges Bad im Neckarpark ersetzt werden soll. Das geht an der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung vorbei.

Die Erhaltung des Stadtbades ist für die Kinder der Umgebung essenziell wichtig. Warum wurde jahrelang die Sanierung aufgeschoben?!

Für Schwimmkurse wird dieses Bad unbedingt benötigt!

Das Bad ist unbedingt erhaltenswert. Der Standort und die Lage am Fluss sind optimal.
Das ewige Argument eine Sanierung sei zu teuer und ein Neubau wirtschaftlicher ist doch langsam abgenutzt. Hinterher ist der Neubau auch viel teurer und keiner hats gewußt.
Wenn man die eingesparten Instandsetzungskosten der letzten Jahrzehnt hochrechnet, müßte die Stadt schon heute einen Finanztopf haben, der für die Sanierung ausreicht.
Jedem privaten Immobilienbesitzer wird erklärt, dass er jährlich ca. 15 -25 % des Mietwertes für Instandhaltung zurücklegen sollte.