BürgerVilla Berg

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Stadtbezirk: 
Stuttgart-Ost
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Thema: 
Stadtplanung
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

619
weniger gut: -51
gut: 619
Meine Stimme: keine
Platz: 
17
in: 
2013

Die Stadt Stuttgart möge die Villa Berg käuflich erwerben. Villa Berg soll für alle Bürger zugänglich sein und von jedem Bürger genutzt werden können. Das Nutzungskonzept für die Villa Berg soll unbedingt unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft erstellt werden und deren Bedürfnissen Rechnung tragen.

Begründung:
Wir haben die einmalige Chance, ein Schloss und Festraum mit einem reichen geschichtlichen Hintergrund den Bürgern der Stadt – den einfachen und den bekannten; den jungen und den älteren – zur Verfügung zu stellen.

Diese Chance darf nicht vertan werden. Man darf nicht zulassen, dass Villa Berg nicht den Bürgern von Stuttgart-Ost zur Verfügung gestellt wird, sondern an organisierte Interessenvertretungen weggeht.

Gemeinderat prüft: 
ja
Umsetzung und Prüfung
Umsetzung: 

Es gibt keine neuen Ergebnisse.

Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Im Gemeinderat wurde im Sommer 2013 ein Grundsatzbeschluss zum Erwerb der Villa Berg gefasst. Bei den Haushaltsplanberatungen wurden daher die Fraktionsanträge zu den weiteren Planungen der Villa Berg nicht weiter verfolgt. Auf Grund des Kaufs der Villa Berg durch ein Düsseldorfer Unternehmen im Dezember 2013 hat sich nun die Ausgangssituation geändert und die Stadt muss neu verhandeln.
ist offen

Stellungnahme der Verwaltung: 

Ziel der Stadt ist, ihrer Bevölkerung die Villa und den Park zurückzugeben. Die Villa soll erhalten und der Park wieder hergestellt werden. Dazu wird der Oberbürgermeister dem Gemeinderat noch vor den Sommerferien einen Grundsatzbeschluss vorlegen.

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
747 (FDP)
Bezirksbeiratshinweis: 

Der Bezirksbeirat Stuttgart-Ost befürwortet die Renaturierung des Parks der Villa Berg und den Kauf der Villa Berg durch die Stadt, wie er es in vielen Sitzungen seit 2009 zum Ausdruck gebracht hat. In seiner Sitzung am 21.11.2012 hat der Bezirksbeirat darüber hinaus beschlossen, dass die Stadt im kommenden Jahr (also in 2013) ein Konzept zur Nutzung der Villa Berg umsetzen soll, das das Potential des Medienostens mit vielen Kreativen im Bereich der Film- und Medienwirtschaft, aber insbesondere auch mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, aufgreift, zum Beispiel durch die Etablierung eines Hauses für Film- und Medienkunst in der Villa Berg. Dem Bezirksbeirat ist es besonders wichtig, dass das städtische Nutzungskonzept so öffentlich wie möglich ist.

Kommentare

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Die Villa muss dem Volke gehören, nicht der geschlossenen Gesellschaft. Ich unterstütze den Antrag.

Wenn die Nutzung mit einfachen Bürgern nicht abgesprochen wird, wenn nur die "Experten" vom Körner die Entscheidung treffen dürfen, dann bezweifle ich, ob die Demokratie in S-Ost zu Hause ist.

Inzwischen sieht auch die Stadtverwaltung ein, dass kommunales Kino hier garnicht geht.

Dieser Antrag ist für einfache Bürger sehr wichtig. Ich wohne neben SWR. SWR ist ist für uns eine geschlossene Gesellschaft. Schade wenn die Villa Berg den Medien-Organisationen zur Verfügung gestellt wird. Wie etwas die März-Akademie. Wir werden nichts davon haben. Die Schlösser, als Kulturgut des Landes, wo wir leben, sollten tatsächlich nicht den Elitären bzw. Medien, sondern uns , dem Volke, gehören.

Volle Zustimmung. So könnten dort zukünftig populäre "Künstler" wie Hartmut Engler (Pur) oder der Blasmusikverein Winnenden volkstümlich aufspielen. Oder Günther Jauch sendet von dort live das allseits beliebte "Wer wird Millionär?". Oder wie wäre es z.B. mit populärer krachlederner Bierhallenkultur auch außerhalb der Volksfestsaison? Vorstellbar wären auch bürgernahe Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie "Feinstaubgefahr am Nesenbach" oder "Gefährliche Treibhausgase in der Zwiebelkuchensaison besteuern?".

Bei der scharfen Ironie von "Solendas" frage ich mich: Wassollendas? Vor allem wenn man nicht weiß gegen wen sie sich richtet, wenn man bedenkt, dass in der Villa vom SWR bis vor einigen Jahren hervorragende Konzerte mit Künstlern oder Bands aus dem gegenteiligen Musikstil veranstaltet und auch mitgeschnitten wurden.

Aber zur Sache. Die Villa Berg mitsamt ihres Parks ist schon lange sehr stiefmütterlich behandelt worden. Hier muss dringend gehandelt werden. Allerdings nicht mit einem Jubel-, Trubel-, Partiefeiern-Konzept. Damit wäre den unmittelbaren Anwohnern sicherlich nicht gedient. Die Villa sollte aber nicht nur für die Bürger des Stuttgarter Ostens nutzbar gemacht werden. Eine Bewirtschaftung ohne Nightlife-Ambitionen könnte ich mir schon vorstellen.

Der Park ist, im Gegensatz z. B. zum Schlossgarten, eher ein stilleres Rückzugsgebiet zum Entspannen. Und das sollte er, auch im Sinne der Anwohner, auch bleiben.