Nordumfahrung Stuttgart bauen

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Stadtbezirk: 
Stuttgart (gesamt)
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Thema: 
Verkehr
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

344
weniger gut: -126
gut: 344
Meine Stimme: keine
Platz: 
726
in: 
2015

Die am dringendsten benötigte Straße im Raum Stuttgart! Eine Nordumfahrung, zum Beispiel als Nordostring von Zuffenhausen nach Fellbach (Verbindung von A81 zur B29 Waiblingen).

Heute werden Millionen Autofahrer durch die aktuelle Verkehrsplanung quasi gezwungen, durch Stuttgart zu fahren, obwohl sie gar nicht nach Stuttgart möchten. Das erzeugt latent Staus (zum Beispiel im Raum Cannstatt), vernichtet Kapital und erhöht die Feinstaubwerte.

Eine Nordumfahrung würde die Verkehrssituation in Stuttgart deutlich entlasten und stellt daher ein übergeordnetes Ziel dar.

Und gleich im Voraus: Ja, es würden Käfer und Würmer darunter leiden. In Stuttgart geht es jedoch um Menschen...

Kommentare

22 Kommentare lesen

Das zieht nur zusätzlichen (Fern)Verkehr an, ein Ausbau der S-Bahnen und der Schusterbahn erachte ich als sinnvoller.

olum hat Recht - nicht nur die Wirtschaftskammern fordern dies seit Jahren. Wäre gut, wenn endlich etwas geschähe.

Das würde die Stadt wirklich entlasten - denn der Verkehr käme ja gar nicht erst rein in die Stadt (was allerdings offenbar einige nicht verstehen).

Und wer gern S-Bahn fahren will, der kann das sogar bereits heute schon tun.

da kann man nur zustimmen, der Nordostring muss unbedingt her! auch wenn ich sonst ein Freund von ÖPNV bin, in dieser Hinsicht würde eine Stadtbahn oder S-Bahn null bringen. Denn wer aus dem Remstal nach Hamburg, Köln, Frankfurt oder sonst wo hin in Norddeutschland möchte, der nimmt nicht die S-Bahn von Waiblingen nach Ludwigsburg. Hier geht es um überregionalen Verkehr, auch für LKWS. Die bestehende Verbindung über Hegnach ist total überlastet,die Anwohner können einem Leid tun.

Es gab Planungen hierzu wurden aber eingestellt, diese Umfahrung ist gescheitert, hier sollten keine weiteren Mittel sinnlos verschleudert werden.

Außerdem würde der Bau der Strasse vom Bund und Land finanziert, somit hat der Vorschlag hier nichts zu suchen.

Nun der Nordostring ist aus guten Gründen immer wieder gescheitert. Aber wenn die Stadtbahn für Ludwigsburg kommen sollte wird man diese auch bald nach Öffingen, Schmieden, Waiblingen verlängern können. und da es hier, wie Olum schreibt, darum geht Menschen zu bewegen und nicht Tonnen von Blech, kann der Nordostring auch durch Schienenverkehr gelöst werden - die Leute kommen damit auch zum Ziel, und fahren dann auch nicht mehr mit dem Auto durch die Stadt.

Im übrigen - der Überregionale Verkehr hat, wenn der regionale Verkehr die Stadtbahn nimmt, auf den vorhandenen Straßen mehr als genügend Platz.

Remstal nach Hamburg: https://goo.gl/maps/czavN da fehlt keine Straße, da will keiner freiwillig über eine "bestehende Verbindung über Hegnach"

Wer Straßen säht wird Verkehr ernten. Zitat: Hans-Jochen Vogel, SPD 1972

Der fließende Verkehr ist besser als der stehende. Aus diesem Grund halte ich die Nordumfahrung durchaus für sinnvoll.
Der Verzicht auf das eigene Auto setzt voraus, dass entsprechende Angebote im ÖPNV gemacht werden. Das gegeneinander Ausspielen von ÖPNV und Individualverkehr halte ich nicht für sinnvoll.

@hfrik1
Was für ein Argument:
Zwingen wir die Menschen vor Ort, mit den unflexibleren und teureren Öffentlichen zu fahren, damit der überregionale Verkehr besser durch Stuttgart rollen kann! Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Wer aus dem Lankreis WN nach Sifi, auf die Hulb oder nach Leinfelden zur Arbeit muß, der würde sich freuen über eine Ringstraße. Denn daß er seinen Job aufgibt, nur weil einige Ideologen meinen, eine Entlastungsstraße für die Stuttgarter Innenstadt sei nicht sinnvoll, ist eher unwahrscheinlich.

@grandnagus
Wer eine zu lange Fahrzeit hat sollte sich überlegen, ob er seinen Job wechselt oder umzieht.

@ofleig
Wie gut, daß nicht Sie das sind, der entscheidet, was eine "zu lange Fahrzeit" ist.

@grandnagus
Nein, wer seine Freizeit gerne im Stau verbringen möchte, warum nicht ?

@ofleig
Bingo, genau darum geht es: Die Nordostumfahrung würde das Stau-Problem erheblich reduzieren. Schön, daß es angekommen ist :-)

@grandnagus
Nein wozu diese Schnellstraße durch diese Landschaftsschutzgebiete ? Es gibt aussreichend alternativen. Wer im Stau steht ist wirklich selber schuld.

@ofleig: "Wer im Stau steht ist wirklich selber schuld." Achso? Erklären sie das doch mal bitte. Meinen sie die Leute fahren nur zum Spaß durch die Gegend und stellen sich in den Stau weil das so viel Spaß macht?

"Es würden Käfer und Würmer darunter leiden" - allein für diesen Satz gibt es ein "weniger gut". Für die Tatsache, das mehr Straßen auch mehr Verkehr verursachen aber sowieso.

Der Vorschlag ist voll zu unterstützen. Eine zügige Umfahrung entlastet in Beziehung auf Zeitaufwand und Umweltbelastung. Jeder Umfahrungsring um dichtbesiedelte Gebiete entlastet. Es werden wesentlich mehr Personen entlastet als andere belastet. Die Neubelastungen können durch optimierte Gestaltung dazu wesentlich geringer gehalten werden.

Die Würmer brauchen uns nicht, aber wir brauchen die Würmer.
Wer natürlich den Bezug zur Natur nur aus den Medien aufgebaut hat, tut sich bestimmt schwer, das zu verstehen.

Und wer die Welt nur mit Auto kennt, tut sich auch schwer, sich eine Welt ohne oder mit weniger Autoblech vorzustellen.
Durch die Nord-Ost-Umgehung würden wir Stuttgart die Luftröhre vollends zudrücken - durch einen Abgas-Ring.
Es muss doch andere Wege geben, um zur Arbeit zu kommen. Auto ist nicht der einzige Weg. Es gibt viele, die ohne Auto zur Arbeit kommen, aber nicht weil sie Glück hatten oder haben, sondern weil sie für sich (und die Natur) eine sinnvolle Entscheidung getroffen haben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, man muss sie kennenlernen wollen und sich darauf einlassen können.
In diesem Sinne: Weniger Autos - weniger Staus!

@Zwergennase: es gibt viele, die brauchen ein Auto. Aber das können sie sich nun wieder nicht vorstellen. Ihre Aussage ist in Städten mit ordentlich ausgebauten Straßen richtig, aber in Stuttgart (= Stauhauptstadt) unpassend. Man kann den Verkehr nur auf eine bestimmtes Niveau stabilisieren, in Stuttgart fährt aber bereits heute keiner Auto der nicht muss. Ihr Vorschlag funktioniert nur in Städten in dnen das noch anders ist.

tyset:
Zitat: in Stuttgart fährt aber bereits heute keiner Auto, der nicht muss! Das nehme ich aber anders wahr. Es gibt immer noch viele, die jeden Schritt aus Bequemlichkeit fahren. Es gibt immer noch viele, die alleine im Auto sitzen, um 5km zur Arbeit zu fahren, obwohl es eine gute Busverbindung gibt. Es gibt viele, die wegen 1-2 km innerhalb des Stadtteil jeden Morgen mit dem Auto fahren, obwohl parallel die Stadtbahn fährt oder man 10-15 Minuten zu Fuß alles erreichen kann. Auch zum Bäcker um die Ecke ist man bequemer mit den Auto dort. Es wird einfach gedankenlos oder aus Bequemlichkeit zuviel mit dem Auto gefahren!!! Daran müsste gearbeitet werden! Aber unser Wohlstand basiert auf der Autoindustrie - ist mir schon klar. Es gibt auch Stimmen, die sagen: Jetzt ist der Sprit billiger, jetzt kann ich wieder mehr fahren.
Ich bin nicht weltfremd, sondern ganz nah an der Realität und habe wache Sinne.
Mein Votum: Keine Nordostumfahrung, sondern mehr Fahrgemeinschaften, mehr Ausbau und Nutzung der Öffentlichen, kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, deshalb auch noch mehr Fahrradwege - vielleicht sogar eine Nordostumgehung für Fahrräder.

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