Gäubahn zur S-Bahnstrecke ausbauen

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Stadtbezirk: 
Stuttgart (gesamt)
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Thema: 
Busse, Bahnen (ÖPNV)
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

360
weniger gut: -120
gut: 480
Meine Stimme: keine
Platz: 
62
in: 
2013

Die Gäubahn durch Stuttgart sollte zur S-Bahnstrecke ausgebaut werden. Dies könnte die chronisch überlastete Stammstrecke der S-Bahn entlasten und würde zusätzliche Gebiete im Stuttgarter Stadtgebiet für den ÖPNV erschließen.

Erste Vorschläge hierzu gibt es bereits vom VCD:
http://panoba.udurchi.de/index.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gaeubahn-in-stuttgart-neue-verb...

Gemeinderat prüft: 
ja
Umsetzung und Prüfung
Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Vorschlag wurde vom Gemeinderat nicht aufgegriffen.
Von keiner Gemeinderatsfraktion beantragt

Stellungnahme der Verwaltung: 

Als Ergebnis des Schlichtungsverfahrens zu „Stuttgart 21“ wurde vereinbart, die innerstädtische Gäubahntrasse als Schienenstrecke zu erhalten. Über die künftige Art der Bedienung wurde dabei jedoch noch keine Festlegung getroffen.

Bei der Forderung nach einem Erhalt der Strecke spielt häufig auch ihre Nutzung als Ausweichroute für die S-Bahn-Stammstrecke eine wichtige Rolle. Um diese Funktion ausfüllen zu können, wäre die Einbindung in das DB-Schienennetz auch künftig zwingend. Für die regelmäßige Bedienung der Strecke kommen damit sowohl Regionalzüge als auch S-Bahnen in Frage. Für beide Systeme ist die Landeshauptstadt Stuttgart nicht Aufgabenträger. Die Systementscheidung obliegt daher anderen Institutionen.

Sicherlich wird die Landeshauptstadt bei der Konzeption eines künftigen Zugverkehrs auf der Gäubahn von der zuständigen Stelle angehört werden. Die Präferenz für eine bestimmte Lösung wird sich dabei aber weniger vom System als vielmehr vom Grad der Erfüllung städtischer Belange ableiten. Hierbei werden die Bedienungshäufigkeit, die Erschließungswirkung und der Nutzen der Verbindungen im Vordergrund stehen. Angesichts der Kosten von S-Bahn-Infrastruktur muss dabei eine S-Bahn-Lösung für die Gäubahnstrecke nicht zwangsläufig die bessere Variante darstellen.

Kommentare

25 Kommentare lesen

Sehr sehr gute Idee. Wenig Aufwand - viel Nutzen

Bin dafuer! Dann koennte der Westbahnhof wieder zum Bahnhof werden.

danke für den Link. Bei der Ausbaustufe der Haltestellen denk ich würde es die Ausbaustufe A auf der Website auch tun, da sonst die Fahrtzeit zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof zu lang würde.

Meine Familie und ich würden auch lieber einige Minuten länger über die schöne Gäubahnstrecke fahren als durch den wenig attraktiven Tunnel.

Ich denke die Maßnahme ist undurchdacht.

Im innerstädtischen Gebiet im Nordbahnhofsviertel / bei den Wagenhallen ist ein S-Bahnhalt mit 30-Minuten-Takt uninteressant.

Die Gäubahn führt durch unbedeutende Halbhöhenlagen, da wohnen gar nicht die Leute, für die sich eine neue S-Bahn lohnen würde. Und ohne Stadtbahn-Anschluss (ich meine nicht 700 Meter weiter) macht auch der alte Westbahnhof einfach keinen Sinn.

Eine S-Bahnfahrt soll nicht romantisch aussehen, sondern schnell und effektiv Leute befördern.

Ich würde die Express-S-Bahn nach Vaihingen nicht nutzen. Sie fährt an der Stadt vorbei, braucht ewig lang und behindert am Ende nur den Fernverkehr.

Es wird interessant, wenn man einen 15-Minuten-Takt fährt, das wäre dann schon attraktiv. Aber noch unwirtschaftlicher.

Absolut unterstützenswert. Dann hört auch endlich die Diskussion auf, dass der Flughafen nicht schnell genug erreicht werden kann. Auch wenn man von Vaihingen zum Hauptbahnhof will, mag man nicht jede einzelne Haltestelle mitnehmen und eine Fahrzeitverkürzung ist wünschenswert.

Zitat: "Die Gäubahn führt durch unbedeutende Halbhöhenlagen, da wohnen gar nicht die Leute, für die sich eine neue S-Bahn lohnen würde."

Aha. Bitte erläutern Sie mir mal diesen Gedanken näher?

@sorgenfri: wenn ich mich recht erinnere wäre die S-Bahn über die Gäubahnstrecke von Vaihingen zum Hbf einige Minuten länger unterwegs als über die Stammstrecke, mit einer Zeiteinsparung wird es also nichts ... :-(
Dennoch halte ich eine S-Bahn-Strecke über die Gäubahn für absolut wünschenswert!

Liebe Leute, bitte lest doch genau! Im Vorschlag steht, die Gäubahnstrecke soll entlasten, nicht ersetzen. Schon heute kommt es in der Tunnelstrecke immer wieder zu Verzögerungen.
Klar ist die Fahrzeit über die Gäubahn länger, aber ich würde (obwohl ich keine Tunnelphobie habe) diese attraktivere Strecke vorziehen.

Der Vorschlag Panoramabahn des VCD Stuttgart erschließt ein Einzugsgebiet von über 28000 Einwohnern. Allein in den Wohngebieten der Stadtbezirke Nord und West wohnen rund um die Panoramabahn 19000 Menschen. Außerdem befinden sich in diesen Bereichen 7 Schulen.
Als mögliche Haltestellen bieten sich Wagenhallen, Mönchhalde, Lenzhalde, Köllestraße, Herderplatz, Heslach, Wildpark, Dachswald und Österfeld an.
Die Zukunft der Gäubahntrasse ist für fast die gesamte Trasse unabhängig vom Projekt Stuttgart 21. Lediglich für den Abschnitt zwischen Nordbahnhof und Hauptbahnhof könnte sich eine Änderung ergeben. Dazu gibt es aber verschiedene Lösungsmöglichkeiten, siehe http://panoba.udurchi.de
Eine Möglichkeit wäre die Anbindung der Gäubahntrasse an Feuerbach, die bereits heute schon existiert.
Auf der Gäubahn verkehren derzeit sehr wenige Züge. Einmal pro Stunde ein Regional Express nach Freudenstadt bzw. Singen und alle zwei Stunden ein Intercity nach Zürich. Sehr wichtig ist der Einsatz von extrem leisen Zügen, denn die Gäubahntrasse führt durch Wohngebiete.
Eine Nutzung der Gäubahntrasse auf dem Stadtgebiet bietet eine kostengünstige Möglichkeit das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt Stuttgart in kurzer Zeit wesentlich zu erweitern. Damit ist auch eine Entlastung der S-Bahn Stammstrecke von Hauptbahnhof nach Vaihingen schnell realisierbar.

Kommentar von: sajuz; 18.02.13

... Ich denke die Maßnahme ist undurchdacht.

-> Woher wollen Sie das so genau wissen?

... Im innerstädtischen Gebiet im Nordbahnhofsviertel / bei den Wagenhallen ist ein S-Bahnhalt mit 30-Minuten-Takt uninteressant.

-> Mag sein, für die anderen angedachten Haltepunkte trifft dies aber sicher nicht zu!

... Die Gäubahn führt durch unbedeutende Halbhöhenlagen, da wohnen gar nicht die Leute, für die sich eine neue S-Bahn lohnen würde.

-> Wieso unbedeutend? Wohnen Sie da? Haben Sie mit den betroffenen Leuten gesprochen? Kennen Sie das Mobilitätsverhalten der einzelnen Menschen dort so genau? Ich jedenfalls habe völlig gegenteilige Informationen und Erfahrungen. Gerade die Halbhöhenlagen bieten ein enormens zukünftiges Potential für eine sinnvolle Auslastung einer solchen Verbindung. Hier gibt es sicher ausreichend Bedarf!

... Und ohne Stadtbahn-Anschluss (ich meine nicht 700 Meter weiter) macht auch der alte Westbahnhof einfach keinen Sinn.

-> u.a. deshalb soll der Haltepunkt ja auch Richtung Herderplatz verlegt werden!

... Eine S-Bahnfahrt soll nicht romantisch aussehen, sondern schnell und effektiv Leute befördern.

-> Warum denn nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?

...Ich würde die Express-S-Bahn nach Vaihingen nicht nutzen. Sie fährt an der Stadt vorbei, braucht ewig lang

-> vom Hbhf nur 7 Minuten länger ist nicht ewig lange, von den vielen unvorhersehbaren Fahrzeitberzögerungen auf der Stammstracke mal ganz abgesehen.
Von anderen Haltestellen aus, v.a. zwischen Mönchhalde und Herderplatz entstünde eine neue, bisher fehlende Direktverbindung nach S-Vaihingen, die für die betroffenen Gebiete sogar vergleichslos schneller wäre als über ein Umsteigen am Hbf, Stadtmitte oder Schwabstraße.

... und behindert am Ende nur den Fernverkehr.

-> Fernverkehr behält immer Vorrang, bei der Planung des Fahrplanmodells für die Panoramabahn / Tangentialverbindung nach S-Vaihingen wurde der bestehende Verkehr selbstverständlich mit eingeplant.

Eine sehr sinnvoller verkehrspolitischer Vorschlag! Gleis 101 und 102 sind viel zu überlastet am Hbf! Interessant ist noch, ob man auf der Strecke sofort ein Flughafenexpress fahren lassen kann mit einem Zwischenhalt in Vaihingen.

S-West gehört zu den am dichtesten besiedelten Stadtgebieten in ganz Deutschland. Ein Anschluss ans S-Bahn-Netz macht mehr als Sinn.

Der VCD hat im Rahmen seiner Studie tangenS gleich drei S-Bahn-Linien über die Gäubahnstrecke vorgeschlagen, u.a. mit den Haltestellen Herderplatz (Westbahnhof), Lenzhalde (Kräherwald/Killesberg) und Eckhardshaldenweg (Mönchhalde/Killesberg):

http://www.vcd.org/vorort/fileadmin/user_upload/stuttgart/redaktion/text...

Dies kombinieren mit einer Station Rotwildpark (Bärenschlössle) und Birkenkopf, sofern das möglich ist.

Die Westtangente entlastet die S-Bahn-Stammstrecke in der City spürbar. Durch den dicht besiedelten Westen und die bislang an die Schiene nicht angeschlossenen Halbhöhenlagen wird die Auslastung dieser Strecke sicher erreicht und der Bedarf gedeckt.

Siehe auch Vorschlag Nr. 3654.

Auch die vorhandene Schusterbahn R11 könnte sehr kostengünstig derzeit Kornwestheim - Untertürkheim, vielleicht von Bietigheim nach Plochingen als S-Bahn betrieben werden. Hier wurden verschieden Stadtteile wie Zazenhausen, Münster, Freiberg/Rot an das S-Bahn Netz angeschlossen.
Die Schusterbahn fährt in direkter Nord - Süd Richtung und umfährt den Hbf.
was zu erheblichen Zeitersparnisen führt.

https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/2920

Das ehemalige Stationsgebäude "Wildpark" inkl. der Aufgänge existiert immer noch, es müsste eben grundlegend saniert werden. Zudem ist es ein bauliches Zeitzeugnis, sehr schade, das es dermaßen verkommt.

Leider ist es ja heutzutage so, dass einfach und kostengünstig umzusetzende Verbesserungsvorschläge mit einem hohen Nutzen-zu-Kosten-Faktor in der Regel kaum eine Chance auf Realisierung haben, wenn sie nicht von Politikern zum Zwecke ihrer Profilierung vorgeschlagen werden und somit nicht in die Rubrik "Prestigeprojekt" fallen. Deshalb wird es auch dieser überaus sinnvolle Vorschlag zum Erhalt von Verkehrsinfrastruktur und dessen sinnvoller Nutzung für die Bevölkerung in den dichtbesiedelten Stadtteilen schwer haben, umgesetzt zu werden. Dabei ist es doch ein Gebot der Stunde, sinnvolle ÖPNV-Ausbaumaßnahmen, insbesondere unter Nutzung von vorhandenen(!) Bahnanlagen in einem dicht besiedelten Ballungsraum wie Stuttgart umzusetzen, um damit dem überbordenden Individualverkehr in Zeiten zunehmender Mobilitätsbedürfnisse Einhalt zu gebieten. Wenn man sich in nicht allzu ferner Umgebung umschaut, findet man genügend Beispiele, wie sich Wiederinbetriebnahmen bzw. vertaktete Neuverkehre in wesentlich dünner besiedelten ländlichen Gebieten ausgewirkt haben ... Schönbuch-, Ammertal- oder Wieslauftalbahn sollten als Stichworte genügen. Das dort und auf anderen vergleichbaren Strecken im Lande (z.B. in und um Karlsruhe) praktizierte Erfolgsprinzip "ein attraktives Angebot auf die Gleise setzen - dann wird dieses auch angenommen" würde sich garantiert auch auf dieser Strecke einstellen, da das prognostizierte Fahrgastpotenzial gegenüber den Vergleichsfällen noch weitaus höher ist und im Gegensatz zu den ländlichen Gegenden auch andere infrastrukturelle Nachteile des großstädtischen Individualverkehrs (entschleunigter Stop&Go-Verkehr, Parkraumknappheit) eindeutig für diese Maßnahme sprechen.

Hervorragender, realisierbarer Gedanke. Würde dem gesamten Stadtteil zwischen
dem Westen bis in den Norden hinein endlich einen direkten Zugang zum Gebiet
Hauptbahnhof verschaffen! Mit wenig Aufwand eine riesige Wirkung (schon deshalb muss man daran zweifeln, ob eine Realisierung erfolgen "darf" - denn in Stuttgart werden normalerweise nur überteuerte, sinnlose Projekte (siehe S21) politisch weiterverfolgt...

Genial! Wir hier im oberen Herdweg fühlen uns total "abgehängt", seit der Bus 43 nicht mehr zum Hauptbahnhof fährt. Die Haltestellen "Lenzhalde" und "Mönch-straße" wären ideal fürs schnelle in die Stadt kommen. Sollte diese Idee scheitern, dann sicher nicht an ihrer überzeugenden einfachen Lösung sondern daran, dass nicht genug Großkonzerne kostspielige Planungen und Planänderungen sich bezahlen lassen können!

Gegen den Stuttgarter Verkehrsinfarkt ist das eine gute, praktikable und ökologische Lösung!

Um die betroffenen Gebiete auch voll zu erschließen ist ein zusätzlich zu schaffender Haltepunkt "Köllestraße" zwischen Lenzhalde und Herderplatz, wie beim Projektdentwurf "Panoramabahn" des VCD
-> http://panoba.udurchi.de (Ausbaustufe B) vorgesehen zumindest mittelfristig unverzichtbar, sonst wird ein zentraler Teil der Halbhöhenlagen außen vor gelassen und ein beträchtliches Potential an Fahrgästen geht verloren.

Der Vorschlag ist gut ermöglicht er doch schneller in den Rotwildpark zu gelangen.

Eine bessere Anbindung des Rudolf-Sophien-Stiftes auf diese Weise wäre mehr als sinnvoll. Wohn- und Arbeitsraum für viele. Einige würden mit Sicherheit gerne auf den Nahverkehr umsteigen, wenn es zuverlässige Anbindungen gibt. Und gleichzeitig wäre das eine schöne Haltestelle zur Naherholung mit den ausgedehnten Wäldern und dem Bärensee.

endlich eine direkte anbindung an den hauptbahnhof für wohngebiete, in denen nicht der 40er oder 42er hält. eine wirklich intelligente idee!!!!!

Sehr gute Idee. Bei unserem VVS-Netz ist jede Art von zusätzlichen Querverbindungen zwischen den Trassen sinnvoll um die Stammstrecke zu entlasten. Für meine tägliche Strecke würde es (vermutlich) ca. 7-8 Minuten Zeitersparnis bedeuten. Auch deswegen ein JA. Der Kosten-Nutzen-Faktor scheint absolut vertretbar zu sein.

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