Stadtbad Bad Cannstatt für Schulsport und als Stadtbad erhalten

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Stadtbezirk: 
Bad Cannstatt
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Thema: 
Bäder
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

3420
weniger gut: -102
gut: 3420
Meine Stimme: keine
Platz: 
4
in: 
2017

Liebe Stuttgarterinnen und Stuttgarter,

wir, die Schüler, Eltern und Lehrer der drei Cannstatter Schulen, Brunnen-Realschule, Jahn-Realschule und Johannes-Kepler-Gymnasium, wünschen uns vom Stuttgarter Gemeinderat den Erhalt des Cannstatter Stadtbads. Hintergrundinformationen:

- Es ist sinnvoll vorhandene, nutzbare Infrastruktur zu erhalten.
- Der steigende Anteil an Nichtschwimmern, auch aber nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen, verdeutlicht die Notwendigkeit für Schwimmunterricht mit Nichtschwimmern.
- Außerdem ertrinken immer mehr Menschen in Deutschland.
- In diesem Sinne ist der Erhalt des Hubbodenbeckens wichtig für die Erfüllung des Bildungsplans und auch für die Integration,
- denn im Mombach kann nur mit Schwimmern Unterricht gemacht werden.
- Außerdem ist das Stadtbad für fünf Schulen zu Fuß erreichbar.
- Durch die von den Eltern zu finanzierende Busfahrt quer durch die Stadt entstehen Kosten wobei die tatsächliche Schwimmzeit erheblich sinkt.
- Das auf dem Wasen geplante Sportbad erfüllt diese Bedingungen nicht.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Vorschlag mit Ihrer Stimme unterstützen.

Neben Vereinssportaktivitäten wird das Schwimmbad von den Cannstatter Schulen Sommerrainschule, Carl-Benz-Schule, Altenburgschule, Gottlieb-Daimler-Gymnasium, Jörg-Ratgeb-Schule, Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, Martin-Luther-Schule, Schiller-Schule und Eichendorffschule genutzt.

Elternbeiratsvorsitzender Johannes-Kepler-Gymnasium
Stuttgart Bad-Cannstatt

Umsetzung und Prüfung
Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Der Antrag wurde in den Haushaltsplanberatungen behandelt, vom Gemeinderat jedoch nicht beschlossen.
kein Beschluss gefasst

Stellungnahme der Verwaltung: 

Das Hallenbad Cannstatt ist mittlerweile sehr stark sanierungsbedürftig. Durch mögliche unvorhersehbare Ausfälle der technischen Anlagen ist ein sicherer Betrieb über einen längeren Zeitraum nicht mehr möglich.

Als Ersatz für das Hallenbad Cannstatt und die ebenso abgängige Traglufthalle über dem Sportbecken des Inselbads Untertürkheim, beschloss der Bäderausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung vom 23. Oktober 2015 (GRDrs 726/2015) die Planung eines Sporthallenbadneubaus im Gebiet NeckarPark an der Ecke Benz-/Mercedesstraße fortzuführen. Die Eröffnung des Sportbads NeckarPark ist in Abhängigkeit der Mittelbereitstellung für Anfang 2021 vorgesehen. Das hochmoderne Sportbad mit einem 50-m-Schwimmerbecken inkl. einer teilbaren Hubwand und einem 25-m-Mehrzweckbecken mit Hubboden wird ein ausreichendes Angebot für Schwimmer und Schwimmlernende bieten. Das Angebot im Sportbad richtet sich an Schulen, Vereine, Leistungssportler des Schwimm- und Wasserballsports, sowie an Sportschwimmer im öffentlichen Badebetrieb.

Mit der referatsübergreifenden Initiative zur Schwimmfähigkeit von Kindern (https://www.schwimmfit-stuttgart.de) sollen Familien, Kitas und Schulen im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet unterstützt werden, einen Kursplatz zu finden. Auch die Bäderbetriebe Stuttgart unterstützen diese Initiative mit dem Angebot von zusätzlicher Wasserfläche im öffentlichen Badebetrieb. Die neuen Kursangebote innerhalb dieser Initiative sind in der KW 17/2017 gestartet.

In der Nähe des zukünftigen Standorts des Sportbads sollen im NeckarPark eine vierzügige Grundschule und mindestens eine Kita entstehen. Von dort wäre das Sportbad fußläufig erreichbar. Ohne das Sportbad müsste, wie im gesamten Stadtgebiet in der Regel üblich, mit dem Schulbus zum nächsten Schwimmbad gefahren werden. Zudem ist die Anbindung des Gebiets NeckarPark an den öffentlichen Nahverkehr vorgesehen. Sollten Schulen das Bad damit nicht günstig erreichen können und mindestens drei Kilometer vom Bad entfernt liegen, besteht die Möglichkeit eines Transports per Schulbus.

Unter der Voraussetzung der Mittelbereitstellung für die Generalsanierung/Neubau und die zusätzlichen Folgekosten bei einem Weiterbetrieb des Hallenbads Cannstatt (jährliche Verlustabdeckung aus dem städtischen Haushalt) ist die Umsetzung des Vorschlags grundsätzlich machbar. Mit einem Erhalt des Hallenbads Cannstatt wäre dann aber die Wirtschaftlichkeit des Sportbads nicht mehr darstellbar. Beide Vorhaben zusammen sind aus Sicht der Bäderbetriebe nicht finanzierbar. Zumal die Bäderbetriebe als Dauerverlustbetrieb keine eigenen finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Ohne den Neubau des Sportbads im NeckarPark wäre dann nicht nur die Traglufthalle mit den technischen Anlagen komplett zu erneuern, sondern es sind auch die jährlichen Betriebskosten zu finanzieren.

Bei einer Sanierung/Neubau des Hallenbads Cannstatt würde die dortige Wasserfläche mindestens 1,5 bis 2 Jahre nicht zur Verfügung stehen. Für die wegfallenden Wasserflächen gibt es kaum Kompensationsmöglichkeiten. Der Schul- und Vereinssport wird dann für die bisherigen Nutzer entfallen müssen.

Im Gegensatz dazu kann bei einem Neubau des Sportbads im NeckarPark das Hallenbad Cannstatt bis zu dessen Eröffnung genutzt werden. Somit ist quasi ein unterbrechungsfreier Übergang für die Nutzer von einer Schwimmstätte in die andere möglich.

Zum gleichen Thema haben die Bäderbetriebe Stuttgart bereits im Bürgerhaushalt 2015 Stellung genommen (Vorschlag 13606 Hallenbad Bad Cannstatt sanieren).

Verweis auf Haushaltsanträge der Gemeinderatsfraktionen: 
865/2017 (Die STAdTISTEN)
Verweis auf Gemeinderatsdrucksachen: 
1306/2017
Bezirksbeiratshinweis: 

Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt unterstützt den Vorschlag einstimmig.

Kommentare

20 Kommentare lesen

Aus welchen Gründen lehnt die Stadt den Erhalt ab ?

Kurze Wege zum Schwimmbad sind unbedingt zu berücksichtigen!

Bei über 2.000 betroffene Schülerinnen und Schüler wäre der Abriss ein Skandal.
Im Umkreis von 250m des Stadtbades liegen drei Schulen, die bei einer Schließung mit Zeit für Bildung und Fahrtkosten für ein schlechteres Angebot bezahlen sollen.

In einer Zeit, in der viele Kinder ihre Freizeit am Handy, Computer etc verbringen, sollte weder der Schwimmunterricht an Schulen erschwert noch überhaupt ein Schwimmbad geschlossen/abgerissen werden. Bei kurzen Wegen, auch in kleine Bäder, entscheiden sich auch ältere Mitbürger eher für eine sportliche Betätigung.

ein absolutes muß1

ES ist absolut wichtig, das Stadtbad zu erhalten. Es gibt immer mehr Kinder die nicht schwimmen können. Das Stadtbad liegt zentral und ist für "groß und klein" auch gut zu Fuß zu erreichen.

Dem Vorschlag stimme ich als Elternbeiratsvorsitzende der Carl-Benz-SChule uneingeschränkt zu. Ohne Schulschwimmen wäre die Zahl der Nichtschwimmer noch deutlich höher. Das Schulschwimmen in der Grundschule ist ein immens wichtiges Angebot!

Zur gesunden Lebensweise gehört der Sport dazu, er kommt oft zu kurz, gerade auch der Schulsport. Es kann nicht sein, dass der Schwimmunterricht zum Bildungsplan gehört, den Familien aber die Fahrtkosten dann zugemutet wird, wo es für viele Schüler möglich ist, fußläufig das Stadtbad zu erreichen. Dies gilt auch für den wichtigen Vereinssport.

Auch die Schwimmvereine stimmen dem uneingeschränkt zu, zumal durch den Neubau des Schwimmbades in der Nähe vom Wasen der Bedarf an Wasserfläche nicht gedeckt wird - wie einst versprochen. Stuttgart hat sich als neues Ziel gemacht, die Nichtschwimmer beim erlenen des Schwimmens zu fördern. Hierfür benötigen Schulen einen nahen Standort an ein Schwimmbad um lange Fahrten zu vermeiden, die die Dauer des Schwimmaufenthalts unnötig verkürzen und auch Schwimmvereine benötigen die Wasserfläche um die zusätzlichen Schwimmer vernünftig zu unterrichten.

Ich kann dem Vorschlag nur zustimmen, es macht keinen Sinn die Schüler zum Neckarpark zum Schwimmen zu lotzen.

Ich bin auch für den Erhalt des Stadtbads Bad Cannstatt. Das geplante Sportbad am Neckarpark ist keine Alternative für die Schülerinnen und Schüler in der Cannstatter Innenstadt, da der Weg dorthin viel zu weit ist. Und ich bin weiterhin der Meinung, dass WIR uns das auch leisten können, lieber Gemeinderat!

Auf jeden Fall erhalten. Die Stadt müsste für ihre Bürgerinnen und Bürger da sein. Hier erlernen Kinder Schwimmen und das ist lebensnotwendig. Ohne das Bad können die Schulen den Sportunterricht gar nicht mehr gewährleisten.

Unbedingt erhalten! Nach Abriss ist geplant, Wohnungen anstelle des Stadtbads zu bauen - ich schätze, das sollen keine günstigen Wohnungen für jedermann werden!

Auch der Schwimmuntericht der sommerraingrundschule müsste dann alternativlos gestrichen werden. Und ich finde es unverantwortlich den grundschülern schwimmen nicht mehr beizubringen. Unsere Kinder müssen alle richtig schwimmen lernen können.

nicht nur die genannten 3 Schulen, sondern auch die Schillerschule und Martin-Luhter Schule und DRLG brauchen diesen Stadtbad!

Unbedingt erhalten! Für Grundschüler und Vereine in der Gegend wäre das tragisch!

Ja, guter Vorschlag! Bitte unbedingt erhalten und am besten noch sanieren!

Dringend erforderlich !!!!!!!!!!

Eine gute Initiative für die Zukunft: die Kinder!

Unser Stadtbad muss auf jeden Fall erhalten bleiben und außerdem noch dringend saniert werden. Wenn schon der Stuttgarter Bahnhof unter die Erde verlegt wird, sollte als Ausgleich auch mal was sinnvolles gemacht werden.

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