Sichere, überwachte Stellplätze für Pedelecs und Fahrräder schaffen

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Stadtbezirk: 
Stuttgart-Mitte
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Thema: 
Radverkehr
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

640
weniger gut: -110
gut: 640
Meine Stimme: keine
Platz: 
241
in: 
2019

Die Zahl der Pendler und Besucher, die per Fahrrad oder Pedelec in die Stadt fahren, nimmt zu. Gerade im staugeplagten Stuttgart kommt man mit diesen praktischen Verkehrsmitteln schnell voran und kann zielnah parken. Hochwertige Fahrräder und moderne Pedelecs sind inzwischen zum selbstverständlichen Teil eines individuellen, urbanen Lebensstils geworden, gerade bei jungen Leuten.

Solch teure Räder möchte man nicht einfach am nächsten Laternenpfahl anschließen. Sichere, überdachte und im Idealfall überwachte Stellplätze sind hier gefragt, mit Auflademöglichkeit für Pedelecs. Vorhandene Tiefgaragen und Parkhäuser bieten sich hierfür an. Dort ungenutzte Flächen können zeitnah und kostengünstig zu kameraüberwachten Fahrrad-Stellplätzen ausgebaut werden, oder einige Parkplätze können dafür umgerüstet werden (ein Autoparkplatz bietet Platz für zehn Fahrrad-Parkplätze), z. B. in der Nähe der Aufsicht. Wird eine große Anzahl an Fahrrädern in dieser Weise koordiniert geparkt, ist das auch für das Stadtbild viel förderlicher als "wild" geparkte Räder auf Gehwegen, an Geländern und Straßenschildern.

Beispiele:

Große Lösung, ein Fahrrad-Parkhaus in Utrecht
https://www.youtube.com/watch?v=n-y8fShK0Uk

Vorschläge zur Umrüstung in der Fahrradstadt Münster
https://fahrradstadt.ms/2018/04/25/neue-stellplaetze-am-hauptbahnhof-fah...

Umsetzung und Prüfung
Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Der Radetat der Landeshauptstadt Stuttgart beträgt für 2020 rund 13,4 Mio. EUR und 2021 13,3 Mio. EUR. Das entspricht mehr als 21 EUR pro Einwohner. Im Radetat steht insbesondere eine Radverkehrs-Pauschale mit 6,14 Mio. EUR pro Jahr zur Verfügung. Hierüber sollen unter anderem Fahrradabstellanlagen finanziert werden. Geplant ist eine weitere Verdichtung der Radabstellmöglichkeiten, vorrangig im Innenstadtbereich und an Stationen des Öffentlichen Nahverkehrs. Durch weitere Optimierungen soll der Prozess zur Entfernung von Schrotträdern weiter verbessert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nicht mehr fahrtüchtige Fahrräder zeitnah entfernt werden und somit die bestehenden Radabstellmöglichkeiten schnell wieder verfügbar sind. Darüber hinaus sollen Fahrradgaragen in Zukunft sowohl in dicht bebauten Wohnquartieren, wo wenig Platz zum sicheren Abstellen von Fahrrädern auf privaten Flächen zur Verfügung steht, als auch am Hauptbahnhof und an S-Bahnhöfen als P+R-Angebot eingerichtet werden. Ziel ist es, im Doppelhaushalt 2020/2021 wenigstens 15 weitere Fahrradgaragen zu errichten. Hierfür stehen pro Jahr 350.000 EUR zur Verfügung.
Gemeinderat hat zugestimmt

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