Bezahlbaren Wohnraum für Familien schaffen

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Stuttgart (gesamt)
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  • Wohnungsbau
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

795
weniger gut: -65
gut: 795
Meine Stimme: keine
Platz: 
63

Bezahlbaren Wohnraum für Familien schaffen durch sozialen Wohnungsbau. Inzwischen sind Wohnung auch für Normal- bis Besserverdiener nicht mehr bezahlbar.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Durch das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell wird überall dort, wo neues Planungsrecht für Wohnnutzungen entsteht, vom Investor ein fester Anteil der neu geschaffenen Wohnfläche für den geförderten Wohnungsbau gefordert. Aktuell wurde diese Quote durch Gemeinderatsbeschluss vom 09.05.2019 von 20 auf 30 Prozent heraufgesetzt. Damit die Wohnungen auch tatsächlich zeitnah entstehen, werden diese vertraglich mit einer Bauverpflichtung belegt. Darüber hinaus sind auf der Fläche für den geförderten Wohnungsbau zu 2/3 allgemeine Sozialmietwohnungen herzustellen. Das verbleibende Drittel wird dann als Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher bzw. als preiswerte Eigentumswohnungen gebaut.

Entsteht neuer Wohnraum auf ehemals städtischen Grundstücken, so beträgt der Anteil, der für den geförderten Wohnraum zur Verfügung zu stellen ist mindestens 50 Prozent.
Neben der Förderung des Landes Baden-Württemberg für die allgemeinen Sozialmietwohnungen unterstützt die Landeshauptstadt Stuttgart mit den Förderprogrammen "Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher" und "Preiswertes Wohneigentum" die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum.

Für die Umsetzung sind beispielsweise Flächen im NeckarPark Bad Cannstatt, auf dem Schoch-Areal (Wiener Platz) in S-Feuerbach oder auf dem ehemaligen Gelände des Bürgerhospitals in der Vorbereitung.

Kommentare

5 Kommentare lesen

Das ist ein wichtiges Thema. Hier in Cannstatt wurde wieder viel Büroraum gebaut. Es wäre besser, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Das Problem ist nicht der Büroraum (auch die werden ja gebraucht!) sondern dass einfach insgesamt zu wenig neue Gebäude gebaut werden. Ein Teil des Problems ist, dass zu niedrig gebaut wird und sich gegen jeden Neubau sofort eine Bürgerinitiative gründet.

...und wenn gebaut wird sind die Mieten exorbidant hoch; ich erfuhr z.Bsp. dass für eine 3-Zimmer Wohnung ( die Fam. hat 2 Kinder ) Neubau ca.90qm in der Nähe des Mineralbad Bergs für - sage und schreibe - 2000,00Euro Miete bezahlt werden soll; Also....welcher Normalverdiener kann das bitte bezahlen???? Jene Menschen die davon betroffen sind tun mir echt leid; ich wünsche allen daß sie einen "Zufallstreffer" an Land ziehen und eine BEZAHLBARE Wohnung finden.

Selbst wenn ältere Menschen in eine kleinere Wohnung umziehen wollten, weil denen doch die Wohnung zu groß geworden ist, werden diese nicht ausziehen, weil die neue kleinere Wohnung verhältnismäßig viel zu teuer ist.
Und wenn wir ehrlich sind, sobald man den neuen privaten Vermieter fragt wie hoch die Miete vom alten Mieter war, bekommt man eh nur die Antwort: "Der nächste Interessent bitte!"
Es ist einfach beängstigend wenn man die letzten 10 Jahre die Preissteigerungen betrachtet und diese mal auf die nächsten 20-30 Jahre hochrechnet.
In welches Phantasie-Lohnniveau müssten wir uns im Raum Stuttgart noch begeben, um da als normaler Mieter noch mithalten zu können.
Als Rentner wäre man ggf. dazu gezwungen in ländliche Regionen umzuziehen, nur um einigermaßen den Lebensstandard zu halten.

Echt traurig wie es hier läuft.

Schuld an der ganzen Wohnraum-Misere sind Bund, Länder und Kommunen. Diese haben in der Vergangenheit eigenen preiswerten Wohnraum fast zur Gänze an Heuschrecken verkauft, dann kaum neue preiswerte Wohnungen gebaut und die privaten Bauherren mit überzogenen Forderungen davon ab gehalten bzw. das Bauen so teuer gemacht dass privater Neubau einfach so teuer wird. Das ist nicht zuletzt auch grün regierten Städten so. Trotzdem werden Grüne vom Wähler bevorzugt. Das ist nicht zu verstehen.