Silvesterfeuerwerksverzicht um den Feinstaub in der Luft zu reduzieren

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Stuttgart (gesamt)
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  • Energie, Umwelt
  • Feinstaub, Luft
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

787
weniger gut: -201
gut: 787
Meine Stimme: keine
Platz: 
68

So einfach funktioniert es: Jede/-r von uns verzichtet freiwillig auf Silvesterfeuerwerk jeglicher Art.

So genial wirkt es:
Damit sparen wir an einem Tag in Summe bis zu 10% der jährlichen Feinstaubbelastung durch Kraftfahrzeuge ein.

Trotzdem:
Es ist kein Komplettverzicht auf diese schöne Tradition. Jeder Stadtteil bekommt sein kleines zentrales Feuerwerk, schadstoffarm und pünktlich um Mitternacht. Bezahlt von der Stadt, Spendern und Sponsoren. Und alle Kirchenglocken läuten.

Warum?
Weil Stuttgart eine traurige Spitzenposition bei der Feinstaubbelastung hat. Wir haben hier eine gesundheitsschädliche Luftverschmutzung, die traurigerweise rekordverdächtig ist. Am 1. Januar 2017(der Tag nach dem Geböllere) wurde ein Spitzenwert von 174 Mikrogramm gemessen. Und das bei EU-Normgrenze von 50 Mikrogramm.

Noch was?
Ja, außer der viel besagten Luftqualität für uns alle, gibt es noch zahlreiche weitere positive Effekte:
– Weniger Todesfälle und Atemwegserkrankungen
– Keine Verletzten und keine Brände durch unkontrollierte Feuerwerkskörper
– Haustiere aller Art geraten nicht mehr in Angst und Panik wegen des omnipräsenten Lärms
– Keine Erinnerung an traumatische Geräusche von Kriegen oder Gewalttaten
– Vermeidung des riesigen Müllaufkommens (zum Teil kaum zu entsorgen)
– Einsparung der städtischen Sonderreinigungskosten
– Weniger Rohstoffvergeudung
– Verbesserung der Ökobilanz(die allermeisten der Feuerwerkskörper kommen aus China und Fernost)

Unabhängig des Verzichts auf privates Feuerwerk sind selbstredend alle weiteren Maßnahmen und Initiativen zur Verbesserung und Vermeidung von Feinstaubemissionen begrüßens- und unterstützenswert.

Frisches Denken für frischere Luft: www.stuttgart-holt-luft.de

PS: Warum soll man auf etwas verzichten, was üblich und traditionsreich ist? Ganz einfach: Weil es Sinn macht! Ganz genauso wie man aufgehört hat, in Restaurants, Zugabteilen oder Flugzeugen zu rauchen.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Ein freiwilliger Verzicht auf das Abfeuern von Feuerwerkskörpern wird seitens der Verwaltung aus Umweltschutzgründen befürwortet. Für ein generelles Verbot fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage. Weder aus Gründen des Gesundheitsschutzes noch aus Gründen der Verhinderung von Feinstaubbelastungen kann ein solches Verbot seitens der Verwaltung angeordnet werden. Derzeit wird in einer Arbeitsgruppe geprüft, ob das Abfeuern privater Feuerwerkskörper in einer großen, dichtgedrängten Menschenmenge eine polizeirechtlich relevante Gefahr für die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit darstellt, die zumindest ein Feuerwerksverbot auf dem Schlossplatz und dessen unmittelbarem Nahbereich rechtfertigen würde.

Kommentare

7 Kommentare lesen

So Recht Sie inhaltlich haben(mit Ausnahme des Teils "Sponsoren):

Es scheint, als hätten die Vorschlagenden zu diesem Thema alle zu viele Böller abbekommen oder zu viel Feinstaub eingeatmet!
Anders ist es nicht zu erklären, daß alleine in 2019, Stand 4.2., hier 9 quasi identische Vorschläge zu diesem Thema eingegangen sind. Und ich fürchte, es werden noch mehr.

1. Ihr verschwendet eure Zeit damit.
2. Ihr verschwendet damit die Zeit derer, die das lesen sollen (idealerweise die Abstimmenden).
3. Ihr verschwendet damit die Gelder der Stadt (denn die Mod's kosten auch Geld, die das wieder mühsam zusammenfassen müssen).
Und die Chance, daß das als positiv geklickt wird, steigt auch nicht. Denn wenn man einen geklickt hat zu dem Thema, sucht man nicht zwangsweise auch noch alle anderen, um da ebenfalls abzustimmen (sollten sie doch nicht zusammengefasst werden).

SDWAN
in der Tat, es sollte möglich sein, zu schauen, ob ähnliche Vorschläge gemacht wurden, anstatt sich allenthalben zu verzetteln.

Interessant, dass man die Belastung durch KfZ heranzieht, um die Prozentzahl höher angeben zu können. Im Vergleich zur Gesamtbelastung macht das Feuerwerk nämlich nur 2% aus.

klar, alle vorschläge gehören zusammen. aber die idee ist richtig und wichtig. gerade jetzt!

An Silvester ist Böllern Tradition. Ein Aufruf auf Verzicht und ersatzweise ein Stadtteilfeuerwerk ja - aber kein absolutes Verbot. Aber bei diversen Feuerwerken, die zu jeder Gelegenheit und immer größer abgebrannt werden, sollte man tatsächlich prüfen wie oft und wie groß es sein muss. (Herbstmärkte, Laternenumzüge im Stadtteil, Volksfest, Lichterfest und auf den Fildern gleich 3 Tage lang)

Der Vorschlag ist lobenswert aber ein alter Hut. Wer läst sich denn ein Feuerwerk verbieten? Diejenigen die solche Vorschläge machen sollten sich selber daran halten. In unserer Straße gibt es seit Jahren kein Feuerwerk, da die jungen Leute weggezogen sind.