Rosenstein Eisenbahnbrücke als Park über dem Neckar umbauen

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Stadtbezirk: 
Bad Cannstatt
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Thema: 
Stadt am Fluss
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Wirkung: 
Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis (nur gut):

860
weniger gut: -109
gut: 860
Meine Stimme: keine
Platz: 
32
in: 
2021

Die unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke wird nach Fertigstellung von S21 (voraussichtlich 2025) nicht mehr für den Bahnverkehr benötigt. Brücke und Tunnel sollten zur Schaffung einer hochwertigen Verbindung für Fussgänger und Radfahrer genutzt werden. Damit würde eine städtebauliche Verbindung (Stadt am Fluss !) zwischen der Innenstadt sowie dem neuen Rosensteinviertel mit dem Neckarufer, Bad Cannstatt, und auch dem alten und neuen Neckarpark hergestellt. Im Tunnel wäre sicher auch Platz für einen neuen Club "Röhre". Die Dimension der Brücke bietet die Möglichkeit zur Schaffung einer "Grünen Oase", von der das Treiben auf dem Neckar erlebt werden kann und wäre damit auch ein adäquater Ersatz für den beliebten Holzsteg.

Umsetzung und Prüfung
Ergebnis Haushaltsberatungen: 
Die Verwaltung hat eine Überprüfung der Statik der alten Eisenbahnbrücke beauftragt, um mögliche Nach- und Umnutzungen der Brücke statisch einschätzen zu können. Insbesondere die für einen Schleusenausbau erforderliche Herausnahme des über die Schleuse gespannten Brückenbogens führt zu statischen Problemen. Die Studie hat weitere Fragestellungen aufgeworfen. Alle weiteren Planungen sind erst nach Klärung der Fragestellungen möglich.
wird geprüft

Stellungnahme der Verwaltung: 

Die Anregung ist Gegenstand der Planungen zum neuen Quartier Rosenstein sowie der Planungen in Verbindung mit dem Handlungsprogramm "Erlebnisraum Neckar - Ein Masterplan für Stuttgart als Stadt am Fluss"(siehe Stellungnahme zu Vorschlag 61203).

Die alte Eisenbahnbrücke eignet sich insbesondere die aus Norden, Süden und Osten kommenden Radverbindungen zu bündeln und den Radverkehr über die alte Eisenbahnbrücke, durch einen der zwei zukünftig nicht mehr vom Eisenbahnverkehr genutzten Tunnel unter dem Rosenstein hindurch und entlang der neuen Quartiere in Richtung Innenstadt zu führen.

Derzeit wird die Statik der Brücke geprüft, um weitere Nutzungsmöglichkeiten wie die Anlage von Grünflächen oder die Errichtung von baulichen Anlagen für Gastronomie, Kunst und Kultur fundiert ausloten zu können. Alle Nutzungen müssen eng mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt werden, da die Brücke zwar als Teil der Sachgesamtheit der Eisenbahnanlagen von Bad Cannstatt bis Feuerbach unter Denkmalschutz steht, jedoch auch als Einzelbauwerk die Eigenschaft eines Denkmals aufweist.

Weiterhin muss mit der Bahn und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt geklärt werden, ob und zu welchen Bedingungen die Stadt die Brücke übernehmen und für andere Zwecke als für den Eisenbahnverkehr, für den die Brücke rechtlich gewidmet ist, nutzen darf. Neben rechtlichen Fragestellungen sind hierbei insbesondere die Kosten für Sanierung und Unterhaltung des Bauwerkes zu prüfen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass Teile der Brücke dem beschlossenen Ausbau der Schleusen im Wege stehen und für diese Konfliktlage gesonderte, voraussichtlich sehr kostenintensive, konstruktive Lösungsansätze gefunden werden müssen. Sobald die technischen Fragen geklärt sind, wird die Verwaltung den Gemeinderat entsprechend informieren, welcher dann die Entscheidungen über die weitere Nutzung der Brücke treffen kann.

Bezirksbeiratshinweis: 

Der Bezirksbeirat Bad Cannstatt nimmt die Vorschläge der Bürger*innen zustimmend zur Kenntnis und kommentiert sie bewusst nicht.

Kommentare

23 Kommentare lesen

Ein wirklich kreativer und passender Vorschlag für das Projekt "Stadt am Fluss". Ebenso wäre es ein starkes und notwendiges Signalfür die kaum noch existente Subkulture in Stuttgart. Denn wodurch entsteht denn die eigene Stadtkultur...genau, aus der eigenen Subkultur!

Tolle Idee hier sollte unbedingt was passieren man Brauch ein Konzept aber die Brücke muss definitiv in irgendeiner Form für Fußgänger und Radfahrer nutzbar gemacht werden

Wird zurecht schon seit einigen Jahren im Bürgerhaushalt gefordert. Eine einmalige Chance, die genutzt werden muss! Sehr gut!

Bitte denken Sie auch an Barrierefreiheit

super, auch in NY City gibt es einen Park auf einem ehemaligen Hochbahnabschnitt! coole Idee.

Eine sehr gute Idee!

Fantastische Idee- bitte Umsetzen!

Die Idee ist wirklich klasse, es braucht mehr grün in unserer Stadt!

Die Idee der Brückennutzung ist wirklich toll, hoffentlich wandert auf dieser Brücke zukünftig viel Grün mit über den Fluss - wie auf den Plänen- oftmals sieht die gebaute Realität dann nicht ganz so gut aus wie in den Zeichnungen!
Ich bin allerdings dagegen, dass die Füllungen der Brückenpfeiler ausgeräumt werden.
1. das kostet eine Menge Geld, welches für die Gestaltung der Oberfläche gebraucht würde
2. die neue Brücke ist bereits filigran. Zwei filigrane Brücken hintereinander ereugen in der Zusammenschau ein wildes optisches Durcheinander. Eine filigrane und eine massive Brücke dagegen bilden einen schönen Zusammenklang im Kontrast der beiden Bauweisen

Passt auch zur IBA 2027 - ein Vorzeigeprojekt, und dazu noch praktisch!

Eine tolle Idee. Ich fände es auch gut wenn auf der Brücke eine Kneipen Szene entstehen würde.

Eine großartige Idee und ein noch besserer Ersatz für die alte Holzbrücke!!!

Es wäre so schön eine Cannstatter Highline zu haben.
Jede/r , wer schon mal in New York war und die High Line gesehen hat, wird dies verstehen.
Über die NY Highline gibt es tolle Bücher in der Bücherei

Eine super Verbindung zwischen Rosensteinpark und Neckarradweg, eine neue grüne Lunge und reichlich Platz für Fußgänger und Radfahrer und vielleicht sogar ein Platz für urban gardening.

Fantastische Idee, bitte umsetzen.

Prima Idee, bitte auch als Direktverbindung für Radfahrer von Bhf Cannstatt in den Rosensteinpark. Der aktuelle Weg ist eine Zumutung und wird durch den Steg unter der neuen Eisenbahnbrücke nicht besser. Der führt nämlich offensichtlich nicht über die Stadtbahn. Außerdem müssen Fußgänger und Radfahrer ihn teilen. Das gibt nur Ärger für alle.

Guter Vorschlag,... um den damalig "schönsten Fleck am Neckar" wieder aufzuwerten!

Durch diesen Vorschlag bietet die Möglichkeit beide Seiten des Neckars aufzuwerten. Eine lebendige Verbindung als Kontrast zur Betonwüste bestehend aus Gleisen, Bundesstraßen und begradigten Ufern zu schaffen hat nicht nur ästhetische Vorteile. Neben dem Rosenstein-Quartier würde die gesamte Naherholungs- und Erlebnisfläche bestehend aus Rosensteinpark & -schloss, Wilhelma, Leuze & Mineralbad Berg von diesem Projekt profitieren.

Idee ist nicht schlecht, aber deren Realisierung ist fragwürdig, wenn sich bei der Eröffnung des neuen Superbahnhofes zeigt, was es für Folgen hat, wenn der Betreiber meint, sich nicht an die allgemeinen Bau- und Betriebsvorschriften halten zu müssen (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung). Möglicherweise fällt das Versprechen des Superbahnhofes wie ein Kartenhaus in sich zusammen

Sehr guter Vorschlag. Toll!