Eissport in Stuttgart sichern: Weitere Eishalle auf der Waldau planen und realisieren

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Degerloch
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

3198
weniger gut: -267
gut: 3198
Meine Stimme: keine
Platz: 
3

Die Eiswelt Stuttgart auf der Waldau erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit. Dazu tragen nicht nur der beliebte Publikumslauf und die Eiswelt-Disco bei, sondern auch die sechs Vereine, die die Eiswelt für Eishockey, Eiskunstlauf und Eisstockschießen nutzen. Dabei hat sich Stuttgart einen guten Ruf im Eissport erarbeitet: jüngst fanden hier die deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf statt, Teams wie die Stuttgart Rebels und die United Angels haben hier ihr Zuhause, die Eisstockschützen spielen in der 1. Bundesliga. Aktivitäten wie Kindi-auf-Kufen, die Wintersporttage, die Eislaufschule oder die sich neu etablierenden Eisfreestyler von Icerad runden diese Aktivitäten ab.

Allerdings sind die beiden Eishallen auf der Waldau an ihrer Belastungsgrenze: jede Minute Eiszeit ist verplant, es gibt keinerlei freie Kapazitäten mehr. Schon heute haben die Vereine Schwierigkeiten, ihre Angebote in den verfügbaren Zeiten unterzubringen. Leistungssportler wandern daher in andere Regionen ab. Neue Angebote, z. B. für Schulen, Icefreestyle, Freizeitmannschaften oder im Behindertensport (Ice Sledge Hockey), sind derzeit undenkbar.

Stuttgart benötigt daher dringend eine dritte Eishalle, damit der Publikumslauf und die Disco im bisherigen Umfang weiter angeboten werden können, die Stuttgarter Eissportvereine gleichzeitig ihre Entwicklungsmöglichkeiten zurückerhalten und weitere Angebote möglich werden. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bewegungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen kann es sich Stuttgart nicht leisten, dass attraktive und nachgefragte Angebote wegen fehlender Infrastruktur nicht oder nur eingeschränkt angeboten werden können. Geeignete Flächen für die dritte Eishalle sind bereits reserviert und erlauben eine Mitnutzung der bereits vorhandenen Infrastruktur. Die Stadt soll daher eine geeignete Halle planen und realisieren.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Die Eiswelt Stuttgart steht im Eigentum der Landeshauptstadt Stuttgart und verfügt derzeit über zwei normgerechte Eislaufhallen (40x60m), die durch die eissporttreibenden Vereine, die Kaderathleten des Landesstützpunktes Eiskunstlauf, sowie dem öffentlichen Publikumslauf genutzt werden.

Mit rund 130.000 Besuchern pro Saison beim öffentlichen Publikumslauf und den immer stärker steigenden Bedürfnissen der anderen Nutzer ist die Kapazitätsgrenze bei den Nutzungszeiten der Eiswelt erreicht.

Im direkten Umfeld der Eiswelt steht optional eine Fläche für den Bau einer weiteren, dritten Eislaufhalle zur Verfügung. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2011 hat ergeben, dass dort eine nicht vollständig normgerechte Trainingshalle errichtet werden könnte. Eine zusätzliche Eislaufhalle würde zu einer deutlichen Entlastung und Schaffung von zusätzlichen Nutzungszeiten in den anderen Hallen führen.

Als nächster Schritt für die mögliche Realisierung einer dritten Eislaufhalle durch die Stadt Stuttgart müsste eine Konkretisierung des Raumprogrammes und eine Planung des Vorhabens bis Leistungsphase 4 HOAI erfolgen. Hierfür müssten im Doppelhaushalt 2020/2021 Planungsmittel in Höhe von 792.000 Euro bereitgestellt werden.

Stellungnahme des Bezirksbeirats: 

Der Bezirksbeirat Degerloch unterstützt den Vorschlag vollumfänglich. Er darf jedoch nicht zu Lasten des Montesouri-Kindergartens und des Entwicklungskonzepts Waldau gehen.

Kommentare

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Eine dritte Eishalle wäre ein sehr fragliches Projekt, da dadurch der Montessori Kindergarten abgerissen werden müsste - mit 2 Kleinkindgruppen und 2 Kindergartengruppen. Dieser Neubau wurde erst vor 2,5 Jahren erschaffen- es wäre eine Schande, wenn diese Plätze für die Kinder für eine dritte (!) Eissporthalle weichen müssten!

Prinzipiell ist gegen eine dritte Eislaufhalle nichts einzuwenden. Jedoch muss dafür standortbezogen die Frage gestellt werden, auf was dafür verzichtet wird. In Degerloch haben wir es seit Jahren als sehr schwierig erlebt für eine Elterninitiative einen Bauplatz für einen neuen Kindergarten zu finden (ist dieser Elterninitiative bis heute nicht geglückt). Daher sind wir besorgt, wenn hierfür ein gerade neu gebauter Kindergarten, der bis zu 60 Kindern eine Ganztagsbetreuung mit hohem pädagogischen Anspruch bietet weichen müsste.

Durch den von der Stadt Stuttgart geförderten Neubau des Montessori Kindergartens auf der Waldau neben der Eissporthalle wurden 20 zusätzliche Plätze für Kleinkindbetreuung geschaffen. Wie auch immer die Planungen rund um die Eissporthalle ausgehen, darf dieser Neubau dabei nicht gefährdet oder sogar abgerissen werden.

Ein Hallenbad in Degerloch ist so überflüssig wie der Abstieg des VfB aus der Bundesliga. In Schönberg, gerade mal zwei stadtbahnhaltestellen entfernt ist ein schönes Hallenbad, das wenig frequentiert wird. Da können di Degerlocher auch noch rumplanschen. Das Geld sollte sinnvoller verwendet werden, wie etwa dem Bau von Kitas in diesem Stadtbezirk.

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