Leerstehende Büros in Wohnraum umwandeln

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Stuttgart (gesamt)
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  • Wohnungsbau
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

740
weniger gut: -68
gut: 740
Meine Stimme: keine
Platz: 
106

Viele Büros stehen, oft als reine Abschreibungsobjekte, seit Jahren leer. Eine verordnete Umnutzung dieser Flächen könnte zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes führen, ohne dass nachverdichtet werden muss und/oder klimatisch dringend nötige Grünflächen verbaut werden.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Mit dem Gesetz der Landesregierung über das Verbot der Zweckentfremdung vom 19.12.2013 wurde der Leerstand von Wohnungen als Zweckentfremdungstatbestand definiert. Zudem erhielten die Kommunen damit die Möglichkeit, diesen Tatbestand nach dem Erlassen einer sogenannten Zweckentfremdungssatzung zu sanktionieren. Eine solche Satzung besteht für die Landeshauptstadt Stuttgart. Für ungenutzte Büroflächen kann sie jedoch nicht angewendet werden.

In Sanierungsgebieten fördert die Landeshauptstadt Stuttgart die Umnutzung von Büroräumen hin zu Wohnungen. Im Sanierungsgebiet Hospitalviertel gehört dies beispielsweise zu den ausformulierten Sanierungszielen.

Kommentare

9 Kommentare lesen

1. Diesen Vorschlag gibt es hier schon - durch Wiederholen wird er nicht besser.

2. Sie haben offenbar den Unterschied zwischen Privateigentum und städtischem Eigentum noch nicht verstanden. Oder möchten Sie die aktuellen Eigentümer enteignen?

3. Abgesehen davon gibt es bei uns so gut wie keinen Gewerbe-Leerstand. Im Gegenteil: Das Angebot - besonders an größeren, zusammenhängenden Flächen - ist viel zu gering.

zu1. oh doch! Diesen Missstand kann man nicht oft genug benennen.
zu2. In vielerlei Hinsicht ist dieser Vorschlag (von SDWAN) eine gute Idee! Auch wenn man die Leerstände im Privateigentum betrachtet.
zu 3. wenn man 167.000 m² Leerstand von Büroflächen in Stuttgart im Jahr 2017, als: " so gut wie keinen Gerwerbe-Leerstand" bezeichnet, habe ich offenbar auch nichts verstanden!!!

@Buergerlux:
Stimmt, Sie haben es tatsächlich nicht verstanden.
Lt. aktuellem Gewerbemarkt-Bericht 2018 von E&G stehen die ca. 172.000m² Leerstand Gewerbeflächen von 7,89 Mio. m² gesamt gegenüber.
Das entspricht gerade mal 1,5% Leerstand und gilt in Fachkreisen als äußerst mangelhaftes Flächenangebot. Ob Ihnen und den Stuttgarter "Bürgern", die nicht mal zwischen mein und Dein unterscheiden können, das nun nun passt oder nicht.

Vorschlag: Wenn jemand gern in ein Gewerbeobjekt ziehen möchte, soll er es dem Eigentümer abkaufen, Baurecht schaffen und selbst Wohnen entwickeln, statt immer nur nach der Stadt zu rufen.
Dann wird er mal sehen, was sowas kostet - falls es überhaupt genehmigungsfähig ist (letzteres scheint überhaupt niemanden zu interessieren - warum auch, gell?).

Gewerbeflächen abkaufen, die als Abschreibungs- und Finanzierungsobjekte gebaut wurden, ist doch von den Investoren dieser Machenschafften gar icht gewollt.
Die Stadt unterstützt wohnraumschaffende Maßnahmen, dies kann jedoch momentan tatsächlich nur mit viel Eigenkapital von Privatinvestoren bewerkstelligt werden, hier besteht aber kaum Interesse.
Dieser Missstand sollte generell bundesweit verbessert werden.
Ihre kapitalistisch geprägte Denkweise lässt sich mit einer sozial ausgerichten Wohnungsnotüberlegung sowieso nicht disskutieren.

@Buergerlux
Was bitte ist eine (Zitat) "sozial ausgerichte Wohnungsnotüberlegung"?

Die Stadt darf gerne Flächen kaufen oder bereitstellen und darauf so viele geförderte Wohnungen bauen und betreiben, wie sie will. Will sie aber nicht, wie man jede Woche in der Zeitung lesen kann: Weil es Grünflächen und Geld kosten (statt welches bringen) würde.
Wieso sollte es dann ein privater Gewerbeimmobilien-Investor wollen? Können Sie das erklären?

@SDWAN: "Oder möchten Sie die aktuellen Eigentümer enteignen?" Nicht diejenigen die Wohnraum besitzen und darin wohne, aber diejenigen die Wohnraum als Spekulationsobjekt nutzen durchaus.

"Abgesehen davon gibt es bei uns so gut wie keinen Gewerbe-Leerstand." Laufen Sie einfach mal durch manche Innenstadtbezirke, der Gewerbeleerstand ist sicher nicht überall gleichmäßig aber in einigen Stadtteilen wirklich für jeden offensichtlich.

Viele solcher Gewerbe sind zum wohnen auch schlichtweg nicht geeignet bzw. können erst durch einen immensen finanziellen Aufwand als solcher genutzt werden (wofür dann natürlich niemand bezahlen will). Hier kann die Stadt gerne Anreize schaffen.....

Der angeblich so hohe Leerstand ist ein Märchen das von Leuten verbreitet wird die gegen Neubauten sind. Es muss einfach mehr gebaut werden!

Prozent hin, Prozent her - 172.000 qm entsprechen etwa 1.700 Wohnungen à 100 qm. Wär' doch schon mal nicht schlecht...