Sozialen Wohnungsbau fördern

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Stuttgart (gesamt)
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  • Wohnungsbau
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Ausgabe

Für unsere Stadt ist der Vorschlag:

Ergebnis:

787
weniger gut: -72
gut: 787
Meine Stimme: keine
Platz: 
67

Wenn in Stuttgart gebaut wird, dann sind es meist "Premium" und "Luxus" Wohnungen. Das kann auf Dauer einer Stadt nicht gut tun. Daher: das Bauen günstiger machen und sozialen Wohnungsbau fördern. Am besten in der Form, dass die Stadt selber Wohnungen baut und nicht, dass Investoren die Wohnungen bauen. Denn es ist klar: Investoren wollen damit innerhalb kurzer Zeit Geld verdienen. Aber der Stadt sollte es reichen, wenn sie die Baukosten über mehrere Jahrzehnte wieder durch die Mieten wieder reinbekommt. Zudem bleibt damit die Stadt "bunt". Die Steigerung der Mieten sollten so auch auf das Niveau der allgemeinen Inflation begrenzt werden können.

Verwaltung prüft: 
ja
Stellungnahmen Verwaltung und Bezirksbeiräte
Stellungnahme der Verwaltung: 

Durch das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell wird überall dort, wo neues Planungsrecht für Wohnnutzungen entsteht, vom Investor ein fester Anteil der neu geschaffenen Wohnfläche für den geförderten Wohnungsbau gefordert. Aktuell wurde diese Quote durch Gemeinderatsbeschluss vom 09.05.2019 von 20 auf 30 Prozent heraufgesetzt. Damit die Wohnungen auch tatsächlich zeitnah entstehen, werden diese vertraglich mit einer Bauverpflichtung belegt. Darüber hinaus ist die Fläche für den geförderten Wohnungsbau zu 2/3 für allgemeine Sozialmietwohnungen herzustellen. Das verbleibende Drittel wird dann als Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher bzw. als preiswerte Eigentumswohnungen gebaut.

Entsteht neuer Wohnraum auf ehemals städtischen Grundstücken, so ist der Anteil, der für den geförderten Wohnraum zur Verfügung zu stellen ist mindestens 50 Prozent.
Neben der Förderung des Landes Baden-Württemberg für die allgemeinen Sozialmietwohnungen unterstützt die Landeshauptstadt Stuttgart mit den Förderprogrammen "Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher" und "Preiswertes Wohneigentum" die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum.

Im Juli 2017 hat der Gemeinderat für sechs einzeln aufgeführte Flächen im Einvernehmen mit den Vertretern der Wohnungswirtschaft eine erhöhte Quote für den geförderten Wohnungsbau beschlossen. In diesen Gebieten beträgt der Anteil des sozialen Mietwohnungsbaus 60%. Weitere 20% sind für Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher und preiswertes Wohneigentum vorgesehen. Im einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete: Schoch-Areal (Feuerbach), Klagenfurter Straße (Feuerbach), Neckarpark 1. und 2. Bauabschnitt (Bad Cannstatt), Bürgerhospital/Türlenstraße (Stuttagart-Nord), Olga-Areal (S-West) und Böckinger Straße (Zuffenhausen). Die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Schaffung der Wohnungen sind gerade in der Erarbeitung.

Im November 2017 hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart beschlossen, den Wohnungsbestand der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) zu erhöhen, wo immer dies möglich ist. Der aktuelle Wohnungsbestand der SWSG beträgt 18.504 Wohnungen, darunter 12.932 geförderte bzw. belegungsgebundene Wohnungen. Aktuelle bzw. anstehende SWSG-Wohnungsbaumaßnahmen sind beispielsweise die Keltersiedlung in S-Zuffenhausen, in der Kaindlstraße in S-Büsnau, im Hausenring, S-Weilimdorf oder im Baufeld 1 des Olga-Areals.

Kommentare

6 Kommentare lesen

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht nur was verstehen sie unter "premium" und "Luxus"? Das Problem ist, bauen kostet einfach Geld, angefangen vom Grund und Boden bis zur Fertigstellung unter Berücksichtigung sämtlicher dämlicher Anforderungen durch die LBO usw. Auch die Stadt als Bauherr ist davon betroffen, zudem ist dies auf Jahre ein Verlustgeschäft für die Stadt, erst teuer bauen, dann billig vermieten und auch beim noch so schlichten Bau kommen nach und nach Sanierungen, Renovierungen usw. Zudem hat die Stadt doch schon durch die SWSG theoretisch diese Möglichkeit, nur ist diese selbst am Profit orientiert, siehe Bonuszahlungen an die GF und die üppigen Zahlungen an die Politiker.... äh Aufsichtsrat. Nach Jahren stets pünktlicher und bis zum letzten Cent des Erlaubten Erhöhungen wird jetzt wohl einmalig die Miete nicht erhöht.... wie auch bei teilweise Mieten schon jenseits der 10 Euro.....

Ich finde den Vorschlag gut! Ich selbst wohne mit Familie (3 Kinder) in Stammheim-Süd. Dort wurden 85/86 mehrere hundert Wohnungen und Eigenheime kostengünstig zum Erwerb erreichtet. So konnte ich als Automechaniker!! sogar ein Reihenhaus erwerben und bin bis heute der damaligen Regierung (CDU) dankbar. Warum sollten solche Projekte heute nicht mehr möglich sein ?? Die Stadt/ Land verkauft die Bauplätze lieber an Investoren; schnelles Geld und wenig Arbeit1 Ist doch so! Zu "Zizze":
Schauen Sie sich mal die Preise an! Korntal, etc. Wohnungen, nicht Häuser über 550.000€. Wer kann sich das noch leisten? Nur Manager bei Porsche,Bosch,etc.

@hardyman: Bei diesem Vorschlag geht es darum die Wohnungen zu mieten und nicht um zu kaufen, aber auch hier steht man eben vor dem gleichen Problem wie ich es schon benannt habe, ohne Subventionen können sie billig kaufen/mieten vergessen. Alleine die Preise für den Grund und Boden hätten früher für das ganze Haus gerreicht :( Klar sehe ich die Preise und nun? Um sich solche Objekte leisten zu können brauche ich keinen "Manager", da gibt es genügend Gruppen die sich solche Preise ganz locker leisten können..... sonst wäre der Markt ja voll mit "billigen" Angeboten

Parkett, Fussbodenheizung, Videosprechanlage.... Miete um 2/3 teuerer ...so baut eine Genossenschaft