Der Antrag der Betonfreude 21 e.V. sollte im sportlichen, städtebaulichen und jugendpolitischen Kontext gesehen werden. Nachfolgende Aspekte sind dabei relevant:
Fehlende Angebote nach dem Abbau bisheriger Flächen:
In der Vergangenheit wurden bestehende Skateboardingflächen abgebaut, was dazu führte, dass es wenig legale und sichere Möglichkeiten für Skaterinnen und Skater gibt, ihrem Sport nachzugehen. Ohne entsprechende Infrastruktur weichen viele auf ungeeignete Plätze aus – das erhöht Konflikte mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie die Sicherheitsrisiken.
Engagement der jungen Menschen:
Besonders zu betonen ist die starke Partizipation und das eigenverantwortliche Engagement der Skaterinnen und Skater. Die Akteure des NorDIY sind ein gutes Beispiel für die junge Zielgruppe.
Förderung der Jugendkultur:
Skateboarding ist ein wichtiger Teil moderner Jugendkultur. Musik, Mode, Gemeinschaft und Kreativität sind eng mit dieser Szene verbunden. Eine Skateanlage ist nicht nur Sportstätte, sondern auch sozialer Treffpunkt und kreativer Begegnungsraum. So war es auch beim NorDIY auf dem Nordbahnhofgelände.
Bewegungsmangel als gesamtgesellschaftliches Problem:
Die Bewegungsaktivität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist in alarmierendem Maße zurückgegangen – mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Der neue NorDIY kann ein wichtiger Ort sein, um gerade in der anvisierten Altersgruppe die Bewegung als Teil des eigenen Lebensstils zu etablieren. Skateboarding fördert auf natürliche Weise Bewegung, Ausdauer, Koordination und Körperbewusstsein.
Skateboarding als Teil der Stadt- und Sportkultur:
Skateboarding ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Seit 2021 ist es olympische Disziplin. Das unterstreicht seine sportliche Relevanz. Gleichzeitig trägt es zur urbanen Identität bei, schafft lebendige Plätze, zieht unterschiedliche Altersgruppen an und fördert einen positiven Umgang mit öffentlichem Raum.
Lärmschutz als Standortfaktor:
Ein entscheidendes Hindernis bei der Realisierung neuer Skateflächen sind – ganz besonders in Stuttgart – Lärmschutzbedenken. Viele potenzielle Flächen im Stadtgebiet scheiden aufgrund der Nähe zu Wohnbebauung aus. Umso wichtiger ist es, den neuen Standort des NorDIY zu unterstützen.
In einem gemeinsamen Termin wurde bereits im Januar beim Amt für Sport und Bewegung die benötigte Unterstützung mit dem Verein Betonfreud e.V. besprochen.